Einjähriges Jubiläum: FCM-Coach Petrik Sander blickt auf "herausforderndes" letztes Jahr
Magdeburg - Ein gutes Jahr ist es jetzt her, dass Petrik Sander und Pascal Ibold als Trainerteam des 1. FC Magdeburg vorgestellt wurden. Am 19. Oktober 2025 hatten sie ihr erstes gemeinsames Spiel an der Seitenlinie, seitdem hat sich einiges getan. Auf Nachfrage von TAG24 gewährt Sander einen Einblick in das vergangene Jahr.
Als "herausfordernd und anstrengend" bezeichnet der 65-Jährige die Zeit seit Amtsantritt, die laut ihm wie im Fluge vergangen sei. "Es waren viele Höhen dabei, aber auch Tiefen - das macht es eben anstrengend." Dass es überhaupt so viele Höhen zu bejubeln gab, war zu Beginn alles andere als klar, denn die Situation, in der Sander und Ibold den FCM übernahmen, war in keiner Weise einfach.
Die Elbestädter hatten vor dem Trainerwechsel sechs aufeinanderfolgende Ligaspiele verloren und waren damit tief im Tabellenkeller angekommen. Dass das neue Trainerteam direkt bei seinem Premierenspiel auswärts in Darmstadt gegen den damaligen Tabellendritten zumindest einen Punkt holte, sorgte für Zuversicht und Vertrauen.
Dazu kam eine sich mit jedem Spiel weiterentwickelnde Sicherheit, die man dem FCM beim Fußballspielen anmerkte.
Regelmäßig betonte Sander, dass man sich auf den eigenen Fußball und die eigenen Stärken konzentrieren möchte. Es funktionierte, und der blau-weiße Spielstil bekam die Handschrift von Sander & Ibold. Nicht zu selten waren gegnerische Trainer im Nachhinein verwundert, wie ein FCM mit diesen Spielanlagen noch um den Verbleib in Liga zwei kämpfen könne.
Ein Verbleib, den es am Ende der Saison dann völlig verdient zu bejubeln gab.
"Über allem steht dieser Klassenerhalt, den wir letztendlich schon am vorletzten Spieltag geschafft haben. Insgesamt kann man da schon stolz drauf sein, was wir da erreicht haben", blickt Sander auf diese Rückrunde.
Petrik Sander und sein FCM auf "sehr gutem Weg"
Dass Sander nach diesem erreichten Ziel des Klassenerhalts als FCM-Coach weitermachte, war zunächst auch noch unklar. Offenbar hatte es dazu auch einige Überzeugungsarbeit im Familienrat gebraucht, doch der 65-Jährige blieb in Magdeburger Händen.
Die FCM-Anhänger werden es ihm danken, denn durch die Sommervorbereitung und viele clevere Transfers befinden sich die Elbestädter in einer komfortablen Situation. "Wir sind auf einem sehr guten Weg, den wir so weitergehen wollen", sagt Sander.
Die Bilanz der beiden beim 1. FC Magdeburg beweist: Sander und Ibold haben den FCM wieder gefestigt. In insgesamt 36 Spielen, die die beiden an der Seitenlinie standen, haben sie 17 Siege eingefahren, nur viermal Unentschieden gespielt und 15-mal mussten sie eine Niederlage hinnehmen. Daraus ergibt sich ein Punkteschnitt von 1,53.
Mit Blick auf sein erstes Jahr ist der erfahrene Coach gewohnt klar: "Man kann aus jeder Phase dieses ersten Jahres Dinge ableiten und dabei sowohl Positives als auch Negatives." Von außen betrachtet könnte man das Trainerteam Sander und Ibold noch etwas größer sehen: Es könnte die wohl beste personelle Verstärkung der letzten Jahre sein.
Titelfoto: Imago / Christian Schroedter

