FCM und der Pokaltraum in München: "Man muss nur daran glauben"
Magdeburg - Der Traum vom Einzug in die nächste Runde des DFB-Pokals lebt. Doch dafür muss der 1. FC Magdeburg die wohl aktuell schwerste Prüfung in der deutschen Fußballlandschaft bestehen - auswärts gegen den FC Bayern München. Doch der erfahrene FCM-Coach Petrik Sander weiß, dass auch im Pokal so einiges möglich ist.
Dass der Rekordmeister das Nonplusultra ist, weiß auch Sander: "Über die Qualität von Bayern müssen wir nicht sprechen", sagte der 65-Jährige in der Pressekonferenz vor dem Spiel. Erst am Wochenende gewann der FCB auswärts mit 3:1 gegen Freiburg und verteidigte die Tabellenführung.
Dass also einiges passieren muss, um die Bayern in der eigenen Allianz-Arena zu besiegen, dessen ist sich Sander bewusst. Trotzdem weiß er um das Potenzial seiner Mannschaft und natürlich um die Magie einer Pokalnacht.
"Man muss nur daran glauben und dann hat man eine Chance. Und wenn sie dann kommt, dann müssen wir auch zuschlagen", so der Magdeburger Coach. "In einem Pokalspiel über 90 oder 120 Minuten hat man gegen jeden Gegner die Möglichkeit, das zu schaffen. Man muss einfach fleißig bleiben und an sich selbst glauben."
Neben dem puren Glauben an sich und den eigenen Erfolg wird es laut Sander aber noch auf andere Dinge ankommen: "Wir müssen einen überragenden Tag haben und wir müssen einen sensationellen Torhüter haben. Bayern wiederum darf nicht so einen tollen Tag haben. Trotzdem brauchen wir dann auch noch ein bisschen Spielglück."
FCM will nicht nur "den Bus parken"
Die taktische Herangehensweise wird für Petrik Sander und seine Magdeburger Jungs durchaus zu einer Herausforderung. Klar ist aber, dass sich die Elbestädter nicht nur in der eigenen Hälfte verschanzen möchten.
"Ich glaube nicht, dass es etwas bringt, sich einzubuddeln oder den Bus zu parken, wie man so schön sagt. Weil mit ihrer Qualität sind die Bayern dann jederzeit in der Lage, dich irgendwann auseinanderzunehmen", äußerte sich Sander.
Der FCM-Coach betonte wie wichtig es sei, einen guten Mix aus dem tiefen Block und vereinzelten Pressingmomenten hinzubekommen. Die Entscheidungen für diese taktischen Angaben werden "situativ" sein.
Personell müssen die Blau-Weißen neben Lubambo Musonda außerdem auf Moritz-Broni Kwarteng verzichten. Der 28-Jährige hat laut Sander eine Flüssigkeitsansammlung in der Wadenmuskulatur. Trotzdem werden alle Spieler, auch die, die nicht im Kader stehen, mit nach München reisen. "Allzu oft hat man kein Pflichtspiel bei Bayern München auszutragen. Manche erleben das in ihrer ganzen Fußballer-Karriere nicht", begründete Sander diese Entscheidung.
Titelfoto: Julius Frick/dpa

