Große Teile AfD-Wähler unter den FCM-Fans? Forderung sorgt für Empörung
Magdeburg - Knapp eine Woche vor dem Auswärtsspiel des FCM gegen Hertha BSC sorgt ein ZEIT-Artikel für Empörung. In der Kolumne geht es darum, dass die Alte Dame "die Demokratie retten könnte", wenn sie mehr Karten an die FCM-Fans verteilen würde. Denn, so vermutet der Autor, unter den Magdeburgern befänden sich viele mögliche AfD-Wähler.
"Die Magdeburger Fans gelten als ebenso reiselustig wie - in Teilen - problematisch. Nazispruch-Banner, rassistische Gesänge, rechtsextreme Erlebniskultur. Man darf also unter den Magdeburger Fans eine gewisse Anzahl potenzieller AfD-Wähler vermuten", schreibt ZEIT-Autor Peter Dausend in seiner Kolumne.
Da die Partie gegen Hertha am selben Tag wie die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stattfindet, äußert der Autor die Hoffnung, dass AfD-Wähler unter den Magdeburgern keine Stimme abgeben könnten, wenn sie für das Auswärtsspiel in Berlin seien.
Denn, so erläutert er, "eine Briefwahl ist ja keine Alternative für Deutschlands AfD-Wähler".
ZEIT-Artikel sei "mit einem Augenzwinkern" zu verstehen
Seine Aufforderung an Hertha: Noch mehr Tickets für die FCM-Fans zur Verfügung stellen, um "die Demokratie zu retten"!
Der Artikel sorgt für Empörung und Erstaunen, weswegen die ZEIT mittlerweile ein kurzes Statement in den Kommentaren gepostet hat: "Der Artikel ist Teil einer Kolumnen-Serie ('Jetzt mal was anderes'), die mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist. Der Autor vertritt nicht die These, dass alle Fans des 1. FC Magdeburg der extremen Rechten angehören", so das Medium.
Beim FCM selbst wird man sich zu dem Thema nicht äußern. Auf Nachfrage von TAG24 verwies der 1. FC Magdeburg auf die Club-Satzung, durch welche sie zu politischer Unabhängigkeit verpflichtet sind.
Titelfoto: Daniel Karmann/dpa