Luxusproblem im Mittelfeld: Wer schafft es gegen Kiel ins Magdeburger Zentrum?

Magdeburg - Zwei Siege, eine Niederlage und noch viel zu früh, um ein erstes Résumé für den 1. FC Magdeburg zu ziehen. Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) wollen die Elbestädter probieren, den Positivtrend gegen Holstein Kiel fortzusetzen. FCM-Coach Petrik Sander (65) blickt in der Pressekonferenz vor dem Spiel auf die Aufgabe.

FCM-Trainer Petrik Sander (65) kann gegen Kiel aus dem Vollen schöpfen.  © Andreas Gora/dpa

Für das Trainerteam wird es gegen Holstein Kiel auch um eine Sache gehen: die perfekte Startelf zu formen, um, wie Sander gerne bildlich beschreibt, das perfekte Mosaikbild zu erschaffen. Im jetzigen Kader herrscht besonders im Mittelfeld ein intensiver Konkurrenzkampf, der sich noch nicht entschieden hat.

"Besser so als andersherum", blickt Petrik Sander auf das Angebot im Mittelfeld. "Für uns ist das natürlich eher überragend. Wir müssen dann nur die richtigen Entscheidungen treffen." Wer momentan am ehesten das Rennen macht, lässt der Coach noch nicht durchsickern.

Klar ist allerdings, dass sich mit dem jüngsten Neuzugang Felipe Chávez (19) ein weiteres Mittelfeldtalent aufdrängen wird. Bei seinem Coach hat der 19-Jährige bereits nach zwei Trainingseinheiten einen positiven Eindruck hinterlassen:

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"Der Junge hat eine ausgezeichnete Ausbildung genossen. Er ist ein technisch sehr versierter Spieler, der sowohl mit links als auch mit rechts abschließen kann und zudem ein brutaler Freistoßschütze ist", so Sander. Laut dem 65-Jährigen wird Chávez auf jeden Fall mit im Kader sein, ein Startelfeinsatz wäre allerdings noch ein "Wagnis".

Weitere Fragezeichen gibt es auch noch bei den Neuzugängen Moritz-Broni Kwarteng (28) und Torben Müsel (27). Beide Akteure mussten in den vergangenen Wochen aufgrund von Krankheit und Verletzungen kürzertreten. Wer es also am Ende in die Startelf schafft, wird frühestens am Sonntag geklärt.

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Petrik Sander: "Kiel hat das fast perfektioniert"

Das letzte Aufeinandertreffen in der Avnet-Arena endete in einem fulminanten 3:3.  © Andreas Gora/dpa

Der misslungene Auftakt gegen Braunschweig scheint jedenfalls endgültig vergessen, denn gegen Osnabrück und den Bahlinger SC folgten zwei Erfolgserlebnisse. "Wir hoffen, dass wir mit diesen beiden Erfolgen in die Spur gekommen sind. Das müssen wir jetzt am Sonntag auf die Platte kriegen", so Sander.

Mit Holstein Kiel wartet ein Gegner, der in der bisherigen Saison allerdings noch ungeschlagen ist. Der 65-Jährige weiß um die Stärken der Störche: "Kiel ist schon speziell, das muss man wirklich sagen. Das ist eine Mannschaft, die das fast perfektioniert hat, diese Rotationsmaschine anzuwerfen, wo auf einmal alles durcheinander geht. [...]. Aber das hat alles Struktur."

Am 33. Spieltag der letzten Saison trafen die beiden Teams das letzte Mal aufeinander, damals mit dem besseren Ausgang für die Elbestädter, die auswärts mit 3:1 gewannen. Einen ähnlichen Ansatz möchte Sander auch diesmal wählen: "In Kiel haben wir es hinbekommen und wir haben die Mannschaft darauf eingestellt, dass das genauso wieder passieren wird."

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Der erfahrene Coach weiß, worauf es bei dem Verschieben der kommenden Gegner besonders ankommen wird: "Wir dürfen da nicht den Überblick verlieren. Wir müssen sehen, dass wir die geeigneten Mittel finden und keinen Gegner hinten weglaufen lassen oder aus den Augen lassen", sagt Sander.

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