Hamburg - Trotz einer starken Leistung verlor der FC St. Pauli am vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:3. Branimir Hrgota (33) ist trotz der Pleite überzeugt, dass sich die Kiezkicker auf dem richtigen Weg befinden.
In einer Medienrunde am Mittwoch nach dem Training gestand der 33-Jährige, dass er sich die Highlights der Partie noch einmal angeschaut habe. "Es tut schon weh, weil wir echt sehr gut gespielt haben und viele Torchancen hatten", ärgerte sich Hrgota immer noch ein wenig.
Auf der anderen Seite sah er aber auch die starke Leistung seines Teams. "Wir haben viele Sachen richtig gut gemacht, daran müssen wir anknüpfen", fuhr der Offensivspieler fort. "Wenn wir so weiterspielen, werden wir gute Spiele abliefern und auch Punkte holen."
Gegen Nürnberg stand der Schwede erstmals nach seiner Verletzung und drei Kurzeinsätzen wieder in der Startelf, eine seltsame Situation für ihn, wie er zugab. "Ich habe in meiner Karriere, glaub' ich, nur eine Verletzung gehabt, das war ein bisschen ungewohnt", erklärte er. "Aber jetzt bin ich wieder da und möchte der Mannschaft so gut wie möglich helfen."
Am besten schon am Sonntag gegen den 1. FC Magdeburg. Dort erwartet der Schwede ein ähnliches Spiel. "Die spielen auch mit viel Ballbesitz und viel Mann gegen Mann", blickte er auf den FCM.
FC St. Pauli: Branimir Hrgota spielt auf ungewohnter Position
Gegen Nürnberg agierte Hrgota als zweite Spitze und ließ sich immer wieder fallen. Eine etwas ungewohnte Position für ihn. "Vor allem gegen den Ball war es gut, wir sehr viel vorne gegen den Ball gearbeitet", erklärte der Oldie. "Ich habe mich wohlgefühlt."
Wohl fühlt sich der Schwede mit bosnischen Wurzeln auch in der zweiten Liga, in der er bislang 203 Partien absolvierte. "Die Liga ist sehr schwer, man braucht ein bisschen Glück auf seiner Seite", sagte er. Nach einem Drittel der Saison liegt St. Pauli derzeit im Tabellenmittelfeld, allerdings mit Kontakt nach unten.
"Wir müssen weiter arbeiten und nie aufgeben oder weniger machen", forderte der Sommerneuzugang, der ein Fazit noch nicht ziehen wollte. "Es ist schwer zu sagen, wohin der Weg jetzt gehen wird. Es ist wichtig, Schritt für Schritt zu gehen und einfach die Spiele gewinnen, die man vor sich hat."
Mit der Leistung von Sonntag, so war er sich sicher, sind die Chancen auf einen Dreier in Magdeburg nicht gering. "Von zehn Spielen gewinnst du sieben oder acht."