Hamburg - Die Richtung stimmt! Der FC St. Pauli hat mit dem 2:0-Heimsieg am Sonntag gegen den Karlsruher SC seinen Aufwärtstrend nach dem eher durchwachsenen Saisonstart bestätigt. Die Gründe dafür sind vielschichtig.
Mit nur drei Punkten aus den ersten vier Spielen waren die Kiezkicker mäßig aus den Startlöchern gekommen, doch mittlerweile scheint sich die Zusammenarbeit zwischen Trainer Marcel Rapp (47) und seinen Profis eingespielt zu haben. Die Bilanz ab dem fünften Spieltag: zwei Zu-Null-Siege und zwei Remis.
"Wir sind auf einem guten Weg", bescheinigte Rapp seinem Team und holte anschließend ein wenig aus. "Die Vorbereitung geht los und die WM-Fahrer, die jetzt nicht die schlechtesten bei uns im Kader sind, fehlen. Dazu wusste man lange auch nicht, wer bleibt da und wer geht. Trotzdem musste man den Jungs eine Idee vom Fußball an die Hand geben."
Letzteres habe eben seine Zeit gebracht, zumal unklar war, ob Leistungsträger wie Eric Smith (29) oder Joel-Chima Fujita (24) bleiben. Beide taten es und haben einen großen Einfluss auf das Spiel von St. Pauli, wie Rapp bestätigte.
Neben dem Duo überzeugen aber auch immer wieder andere Spieler. Der Trainer hat die Qual der Wahl, so auch vor der Partie gegen den KSC. "Es gab viele richtig enge Entscheidungen, aber im Nachhinein hat der Trainer vieles richtig gemacht", sagte der 47-Jährige und grinste zufrieden.
FC St. Pauli: Kapitän David Nemeth hebt defensive Arbeit hervor
In der Innenverteidigung setzte er zum Beispiel auf Lars Ritzka (28), der es mit einer guten Leistung und einem Tor dankte, im Angriff durften Abdoulie Ceesay (22) und Youssoupha Niang (20) ran und machten es vor allem in Durchgang eins richtig gut.
Kapitän David Nemeth (25) und Smith, die in der Mixed Zone ein Doppel-Interview gaben, erklärten beide, dass harte Arbeit hinter dem Erfolg stecke, aber eben auch Qualität. Und die kommt in dieser Saison auch von den Spielern von der Bank oder Spielern, die plötzlich, wie Ritzka am Sonntag, in der Startelf stehen.
Zumal St. Pauli es mal wieder schafft, in Führung zu gehen und diese dann auch zu verteidigen. "Es ist immer wichtig, das erste Tor zu schießen. Wir wissen, dass wir gut verteidigen können", betonte Smith und wurde von Nemeth in seiner Aussage unterstützt. "Wir haben alle zusammen unser Tor verteidigt."
Durch den zweiten Heimsieg in Folge ist nun auch das Selbstvertrauen der Kiezkicker gestiegen. Als nächstes soll dies Hannover 96 zu spüren bekommen. "Es gibt kein einfaches Auswärtsspiel in dieser Liga, aber wir haben viele gute Spieler und sind ein Team, das hart zu schlagen ist", erklärte Smith und schickte eine kleine Kampfansage in Richtung des kommenden Gegners. "Das müssen wir beibehalten und mit derselben Energie reingehen. Dann wissen wir, wie wir sie schlagen."