Klaus immer wieder "Voll" im Fokus! Fürth-Kapitän verdirbt St. Pauli Auftaktsieg am Millerntor

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Hamburg - "Voll"-gefährlich! Das wurde es am Sonntagnachmittag in der Auftaktpartie gegen Greuther Fürth mehrfach für den FC St. Pauli. Einer stand dabei voll im Fokus: SpVgg-Kapitän Felix Klaus. Mit seinem Treffer zum Ausgleich vermieste der Offensive den Hamburgern einen Auftaktsieg. Die Kiezkicker spielten 1:1 (0:0) gegen die Gäste aus Mittelfranken und können bei diesem Ergebnis durchaus noch von Glück sprechen.

Mit viel Ballbesitz versuchten beide Teams in Halbzeit eins schnell nach vorne zu spielen.
Mit viel Ballbesitz versuchten beide Teams in Halbzeit eins schnell nach vorne zu spielen.  © Christian Charisius/dpa

Zum Auftakt der Saison ließ es sich auch Musiker Johannes Oerding nicht nehmen, beim ersten Liga-Spiel seines Lieblingsklubs am Start zu sein. Gemeinsam mit einem fast ausverkauften und vor allem lautstarken Millerntor feuerte er die "Boys in Brown" von der Haupttribüne an.

Den Fans der Kiezkicker jedenfalls war mit Anpfiff die Freude über den Beginn der neuen Spielzeit anzumerken.

Und auch die Mannschaft startete mit Elan in die Partie gegen die Gäste aus Mittelfranken. Mit Offensivdrang und hohem Pressing setzten die Hamburger die Spielvereinigung schnell unter Druck.

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Das "Fast-1:0" in der 13. Minute wäre schließlich durchaus verdient gewesen. Nach einem sehr schönen Steckpass von Branimir Hrgota lief Martijn Kaars alleine auf den SpVgg-Keeper zu und musste eigentlich nur noch abschließen - eigentlich. Statt im Netz landete der Ball nach dem zu schwachen Abschluss des Niederländers in den Armen von Florian Hellstern.

Im Anschluss wurde es zum ersten Mal richtig gefährlich für die Kiezkicker. In letzter Sekunde rettete St.-Pauli-Keeper Ben Voll den Konterversuch durch Felix Klaus und verhinderte damit einen Rückstand (19.). Nach einer besseren Anfangsphase der Rapp-Elf kam das Team von Heiko Vogel nach und nach besser in die Partie.

Immer wieder war es Klaus, der für die Hamburger gefährlich wurde. So war Voll zwei weitere Male gegen den Kapitän des Kleeblatts gefragt, um für St. Pauli die Null aus Sicht der Gastgeber zur Pause zu halten (36., 43.). Der Torhüter bis dato deshalb der beste Mann auf dem Platz.

Der für St. Pauli gefährlichste Mann im Auftaktspiel gegen das Kleeblatt: SpVgg-Kapitän Felix Klaus. Der Mittelfeldmann belohnte sich mit seinem Treffer für sein Chancenwucher in Hälfte eins.
Der für St. Pauli gefährlichste Mann im Auftaktspiel gegen das Kleeblatt: SpVgg-Kapitän Felix Klaus. Der Mittelfeldmann belohnte sich mit seinem Treffer für sein Chancenwucher in Hälfte eins.  © IMAGO / Zink

Kleeblatt-Kapitän Klaus belohnt sich für Chancenwucher

Nur 57 Sekunden nach Wiederanpfiff traf Neuzugang Marcus Mathisen (r.) zum 1:0 für den FC St. Pauli.
Nur 57 Sekunden nach Wiederanpfiff traf Neuzugang Marcus Mathisen (r.) zum 1:0 für den FC St. Pauli.  © WITTERS

Das ging flott! Nur 57 Sekunden nach Wiederanpfiff durch Schiedsrichter Harm Osmars schoss St. Pauli das hart erarbeitete 1:0. Nach einem von links geschlagenen Eckball durch Ex-Fürther Hrgota traf Neuzugang Marcus Mathisen mit dem Kopf zur Führung für die Hamburger.

Lange halten konnte die Rapp-Elf die Führung nicht. In der 52. Minute traf ausgerechnet Klaus zum Ausgleich. Damit belohnte sich der Kapitän nicht nur selbst für sein Chancenwucher in Halbzeit eins, sondern brachte auch ordentlich Schwung zurück in sein Team.

Nicht mal zehn Minuten später: Wieder musste Klaus gestoppt werden! Mit einem Konter in der 60. Minute steuerte der Mittelfeldmann mit ordentlich Speed auf Voll zu. Sein Versuch wurde aber noch rechtzeitig durch Arkadiuz Pyrka gestoppt.

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Mit der Einwechslung von Ricky-Jade Jones in der 73. Minute brachte Rapp dann nochmal frischen Wind. Doch bis auf eine gute Freistoßgelegenheit in der 80. Minute passierte in dieser Partie zunächst wenig. Hrgota bekam an der Strafraumkante die Chance auf das 2:1. Das Leder landete allerdings in den Armen von Hellstern.

Auf der anderen Seite dagegen hätte es kurz vor Schluss fast nochmal geklingelt. Doch Ben Voll unterstrich seine Rolle als bester Kiezkicker und rettete sein Team noch einmal ganz knapp vor einer Niederlage.

Auch FCSP-Neuling Hrgota lobte den Torhüter im Anschluss an die Begegnung mit seinem Ex-Klub. "Das ist überragend für uns, er kann gerne so weiter machen." Als überraschend empfinde er die Leistung aber nicht, schließlich wisse er, welche "Dinger er im Training hält." Dem hatte auch Trainer Rapp nichts hinzuzufügen. So lobte auch er seinen Keeper nach Abpfiff: "Ich freue mich sehr für ihn. Er ist ein guter Rückhalt."

Beide Teams müssen sich letztlich an diesem Zweitliga-Auftakt mit nur einem Punkt zufriedengeben. Nach einem durchaus euphorischen Beginn ließen die Kiezkicker nach und können bei diesem Ergebnis fast schon aufatmen.

Statistik zum Auftaktspiel zwischen St. Pauli und Greuther Fürth

FC St. Pauli - Greuther Fürth 1:1 (0:0)

St. Pauli: Voll - Nemeth (C), Mathisen, Ando - Pyrka (78. Jansson), Rasmussen (85. Smith), Fujita, Oppie (85. Ahlstrand), Hrgota - Hara (73. Jones), Kaars

Greuther Fürth: Hellstern - Dehm (87. Reich), Heuer, Keresztes, Itter - Bansé (76. Arifi), Will, Klaus (C, 76. Sillah), Appelkamp (87. Wallentowitz), Pohlmann (70. Keller) - Srbeny

Schiedsrichter: Harm Osmars (Hannover)

Zuschauer: 29.218

Tore: 1:0 Mathisen (46.), 1:1 Klaus (52.)

Gelbe Karten: Pyrka (1)

Besondere Vorkommnisse: Erstmals griff die neue Sechs-Sekunden-Regel. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ließ sich Jannik Dehm zu lange Zeit für den Einwurf. Der Unparteiische zeigte auf die Uhr und gab Einwurf für St. Pauli.

Erstmeldung 15.36 Uhr, Artikel aktualisiert um 16.32 Uhr.

Titelfoto: Bildmontage: WITTERS/ IMAGO / Zink

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