Remis-Könige der Liga! Das fehlt dem FC St. Pauli noch zum ersten Auswärtssieg
Darmstadt - Die Serie hält! Der FC St. Pauli hat im fünften Auswärtsspiel der Saison das fünfte Remis geholt. Beim torlosen Remis gegen Darmstadt 98 wurden die altbekannten Probleme mal wieder offensichtlich.
Wie schon in der Vorwoche bei Hannover 96 (1:1) waren die Kiezkicker auch in Darmstadt die spielbestimmende Mannschaft, am Ende haderten aber sowohl die Verantwortlichen als auch die Profis mit dem Ergebnis. Denn beide Male holte der Bundesliga-Absteiger nur einen Zähler.
"Wir wollten gewinnen, deshalb ist das Unentschieden enttäuschend", machte Eric Smith (29) deutlich. "Wir hatten genug Möglichkeiten, um dieses Spiel für uns zu entscheiden."
Vor allem im ersten Durchgang war St. Pauli klar das bessere Team und kam immer wieder in vielversprechende Situationen. Doch entweder die Abschlüsse kamen zu zentral auf das gegnerische Tor - wie bei Connor Metcalfe (26) - oder die Entscheidungsfindung dauerte zu lange - wie bei Youssoupha Niang (20).
"Wir müssen noch torgefährlicher werden, oder aber die Chancen, die wir haben, auch nutzen", forderte Trainer Marcel Rapp (47) nach der Partie und sprach von einem Spiegelbild der Saison. "Wenn man das Spiel betrachtet, hätten wir den Sieg verdient gehabt."
Fehlt dem FC St. Pauli in der Offensive die Qualität?
Denn den hätte St. Pauli in dieser Spielzeit bereits öfter verdient gehabt, aber mit Blick auf die Statistik stehen nach neun Spieltagen eben nur zwei Siege und bereits sechs Unentschieden.
Das Team von Rapp tritt zwar in den meisten Partien dominant auf, doch meist fehlen die ganz klaren Torchancen, so wie in Hannover und am Freitagabend auch in Darmstadt. "Wir sind eigentlich immer gut für ein Tor", meinte auch Lars Ritzka (28). Doch es sollte einfach nicht fallen.
Auch wenn die Entwicklung in die richtige Richtung geht, wird mittlerweile deutlich, dass in der Offensive ein wenig die Qualität fehlt. Abdoulie Ceesay (22) hat sich weiterentwickelt und ist immer gut für ein Tor, allerdings ist er auch so etwas wie der Alleinunterhalter. Kaum ein anderer Kiezkicker strahlt wirkliche Torgefahr aus.
Martijn Kaars (27) ist noch immer ein Schatten seiner selbst, Taichi Hara (27) wirkt nach seinen zwei Treffern zu Saisonbeginn unglücklich, Niang (20) agiert in vielen Situationen noch zu unglücklich und Ricky-Jade Jones (23) bekommt selten die Chance, sein Können zu zeigen.
Am kommenden Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg können die Kiezkicker zeigen, dass sie es besser können und auch ein mal eine Partie gewinnen können. Immerhin haben sie es am Millerntor schon zweimal in dieser Saison geschafft.
Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

