Essen - Dieses Spiel hätte fast genau so im Ligabetrieb stattgefunden. Rot-Weiss Essen ist schließlich nur um ein Haar nicht in die 2. Liga aufgestiegen. Die Pokalpartie gegen den FC St. Pauli (Sonntag, Anpfiff 18 Uhr/Sky) könnte tatsächlich auf Augenhöhe stattfinden.
Damit rechnet auch Kiezcoach Marcel Rapp (47). In der Pressekonferenz am Mittwoch sprach er von einem "schweren Los" und einer "Mannschaft, die richtig gut Fußball spielen kann", betonte aber gleichzeitig die Stärke seines Teams.
Auch RWE-Trainer Uwe Koschinat (54) erwartet eine "spielstarke" Mannschaft, wie er in seiner Pressekonferenz vor dem K.-o.-Duell bekannt gab.
Sein Team von der Hafenstraße wolle aber dennoch die Chance nutzen, den Bundesliga-Absteiger zu schlagen, und setze dabei auch auf den Druck, den St. Pauli aus Koschinat-Sicht als Favorit unbedingt auf den Schultern trage.
Im DFB-Pokal trafen die beiden Vereine bereits zweimal aufeinander. Die bisher letzte Begegnung liegt dabei allerdings knapp 33 Jahre zurück. Beide Begegnungen endeten zugunsten des heutigen Drittligisten.
Wer dieses Mal in die zweite Runde der Pokalrunde einzieht, entscheidet sich entweder nach 90 bzw. 120 Minuten oder dem Elfmeterschießen.
Letzteres habe Rapp mit seiner Elf jedenfalls geübt. Und die Kampfansage an den Kollegen aus dem Ruhrpott: "Die Quote war herausragend gut!"
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Rot-Weiss Essen: Golz - Hofmann, Hüning, Geschwill, Bouebari - Sietan, T. Menzel - Abiama, Obuz, Brumme - Telalovic
FC St. Pauli: Voll - Nemeth, Mathisen, Ando - Pyrka, Rasmussen, Fujita, Oppie - Hrgota - Kaars, Hara
TAG24-Tipp: Das wird keine leichte Partie für die Gäste aus Hamburg. Dennoch wird der FC St. Pauli letztlich überzeugen und mit einem 2:1-Sieg in die zweite DFB-Pokalrunde einziehen.