Rot-Weiss Essen mit maximaler Effizienz: Drittligist wirft St. Pauli aus dem Pokal

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Essen - Zum 25. Mal in Folge absolvierte Rot-Weiss Essen ein Pokalspiel im heimischen Stadion an der Hafenstraße. Und mit Abpfiff durfte der Drittligist sogar Jubeln. Die Elf von Uwe Koschinat schlug den FC St. Pauli souverän mit 2:0 (1:0) und zieht damit in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.

Martijn Kaars (r.) trat den Ball in Halbzeit eins gleich zweimal in den Essener Abendhimmel.
Martijn Kaars (r.) trat den Ball in Halbzeit eins gleich zweimal in den Essener Abendhimmel.  © WITTERS

Skurriler Start in diese erste Pokalrunde: Nach rund einer Minute musste St. Paulis Zeugwart den Weg auf den Platz antreten, um ein frisches Paar Schuhe zu bringen.

Torhüter Ben Voll war kurz zuvor unglücklich im Rasen hängen geblieben, dabei riss sein linker Schnürsenkel.

Rot-Weiss Essen setzte die Hamburger dann direkt ordentlich unter Druck. Wie zu erwarten war demnach in den ersten Minuten kein Ligaunterschied zu erkennen. Viel mehr fiel der Zweitligist durch einige Fehler im Aufbauspiel auf.

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Dass in der 19. Minute dann aber nicht das 1:0 aus Sicht der Gäste fällt, ist heftig: Nach einem Abwehrfehler von RWEs Max Geschwill brachte Arkadiuz Pyrka den Ball von rechts flach zu Martijn Kaars, der rund drei Meter blank vorm Tor stand und eigentlich nur noch einschieben musste. Der Niederländer schoss das Leder stattdessen über die Latte.

Nur zehn Minuten später hätte erneut Kaars die Führung für die Kiezkicker erzielen können. Per Flugeinlage klärte RWE-Keeper Jakob Golz den Ball in den Rückraum. Der ehemalige Magdeburger Top-Scorer stand völlig frei, doch schoss auch diesen Ball deutlich über die Latte.

Stattdessen klingelt es wenig später aus Sicht der Gastgeber. Nach einer fast katastrophalen Verteidigung kam Marek Janssen frei zum Kopfball (1:0). Keine Chance für Ben Voll, der kurz zuvor eine Großchance der Essener grandios parierte.

Obwohl St. Pauli nach einem schwachen Beginn dann die besseren Chancen verbuchen konnte, stand es dank eines Kopfballtors von Marek Janssen (l.) 1:0 zur Pause für Rot-Weiss Essen.
Obwohl St. Pauli nach einem schwachen Beginn dann die besseren Chancen verbuchen konnte, stand es dank eines Kopfballtors von Marek Janssen (l.) 1:0 zur Pause für Rot-Weiss Essen.  © WITTERS

St. Pauli nach vorne viel zu ungefährlich

Essens Semir Telalovic (r.) traf in der 53. Minute zum 2:0 für Rot-Weiss.
Essens Semir Telalovic (r.) traf in der 53. Minute zum 2:0 für Rot-Weiss.  © Anke Waelischmiller/dpa

Unverändert kamen beide Mannschaften aus der Pause.

Doch statt des so wichtigen Ausgleichs aus Sicht des vermeintlichen Favoriten fiel das zweite Tor für den Drittligisten aus dem Ruhrgebiet.

Nach einer aus dem Halbfeld geschlagenen Flanke durch Jannik Hofmann schob Semir Telalovic entspannt ins rechte Eck ein. Erneut sollte St. Pauli an dieser Stelle seine defensive Leistung hinterfragen (53.).

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So wirklich zum Zug kamen die Gäste aus dem Norden weiterhin nicht. Die Koschinat-Elf hielt die Kiezkicker immer wieder vom eigenen Tor fern.

Auf dem Papier hatte St. Pauli letztlich mehr Ballbesitz und zeigte eine bessere Leistung, nach vorne fehlten aber einfach die Ideen sowie die Durchschlagskraft. So sorgte RWE durch Effizienz für den Einzug in die nächste Runde und damit zumindest für eine kleine Überraschung in dieser Begegnung.

Statistik zum DFB-Pokalspiel zwischen Rot-Weiss Essen und St. Pauli (1. Runde)

Rot-Weiss Essen - FC St. Pauli 2:0 (1:0)

RWE: Golz - Hofmann, Hüning, Geschwill, Bouebari - Sietan, T. Menzel (89. Bazzoli) - Janssen (73. Abiama), Obuz (80. Brumme), Pesch (73. Reisig) - Telalovic (80. Potocnik)

St. Pauli: Voll - Nemeth, Mathisen, Ando - Pyrka, Rasmussen (65. Smith), Fujita (60. Banks), Oppie (77. Ahlstrand) - Hrgota - Kaars, Hara (65. Jones)

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Sindelfingen)

Zuschauer: 19.962 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Janssen (36.), 2:0 Telalovic (53.)

Gelbe Karten: Pyrka (1), Mathisen (1) / Menzel (2), Telalovic (2)

Titelfoto: Bildmontage: WITTERS

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