St.-Pauli-Trainer Marcel Rapp trifft auf seine Jugendliebe: "Eines der besonderen Spiele"

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Hamburg - Es ist ein besonderes Spiel für ihn! Für St. Paulis Trainer Marcel Rapp (47) wird die Partie am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den Karlsruher SC eine Reise in die Vergangenheit. Bei den Badenern stand er nicht nur in der Fankurve und als Balljunge am Spielfeldrand, sondern absoliverte für den KSC auch acht seiner neun Zweitliga-Einsätze.

Heute ist Marcel Rapp (47) Trainer beim FC St. Pauli, beim Karlsruher SC wurde er aber zum Fußball-Profi.
Heute ist Marcel Rapp (47) Trainer beim FC St. Pauli, beim Karlsruher SC wurde er aber zum Fußball-Profi.  © Fotomontage: Friso Gentsch/dpa, IMAGO / ExSpo

"Es ist meine Heimat, von da komme ich und bin fußballerisch sozialisiert worden", erklärte der gebürtige Pforzheimer am Freitag auf der Pressekonferenz und machte keinen Hehl daraus, dass er für die Partie am Sonntag ein paar mehr Ticketanfragen als sonst erhalten habe.

Mit der Zeit ist die Distanz zum KSC aber größer geworden, wie Rapp sagte. "Aber es ist schon eines der besonderen Spiele für mich. Es ist schon der Verein, mit Holstein Kiel zusammen, an dem ich am Nächsten dran bin."

In Karlsruhe wurde Rapp schließlich zum Profi, unter keinem Geringeren als Joachim Löw (66) feierte er im Dezember 1999 sein Debüt in der zweiten Liga. "Es ist etwas ganz Besonderes, wenn man in dem Verein sein erstes Profispiel macht, wo man als Jugendlicher groß geworden ist", gab er zu.

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Einige Jahre später trifft er nun als Trainer von St. Pauli auf seine fußballerische Jugendliebe. "Sie haben eine Mannschaft, die aggressiv anlaufen will und sich im Ballbesitz was einfallen lässt", beschrieb Rapp die Spielweise des Gegners.

FC St. Pauli: Bekommt Ricky-Jade Jones gegen den KSC seine Chance?

Zuletzt konnte Ricky-Jade Jones (23, l) überzeugen.
Zuletzt konnte Ricky-Jade Jones (23, l) überzeugen.  © Anke Waelischmiller/dpa

Dennoch erwarte er auch Phasen in der Partie, wo sein Team durchaus mal mehr Ballbesitz haben wird. "Wir werden beides brauchen, schnelles Spiel nach vorne und Ballbesitz", erklärte der FCSP-Coach.

Gerade für das schnelle Spiel nach Umschaltmomenten bietet sich Ricky-Jade Jones (23) an. Der pfeilschnelle Angreifer schoss nicht nur im Test gegen Gladbach ein Tor, sondern überzeugte auch in der Talent Series gegen Dynamo Dresden (4:2) mit zwei Toren.

"Er hatte zwei Wochen, die nicht so erfreulich waren, aber er macht immer weiter und bleibt dran. Jetzt hat er gezeigt, was er kann", machte Rapp deutlich. "Das ist das beste Bewerbungsschreiben für einen Trainer. Ich freue mich, dass er in so einer guten Verfassung ist."

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Ob Jones das am Sonntag auch zeigen kann, bleibt abzuwarten. Gerade in der Offensive sind die Kiezkicker wieder gut aufgestellt.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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