Hamburg - Am Sonntag trifft der FC St. Pauli in der ersten DFB-Pokalrunde auf Rot-Weiss Essen. Eine Partie, die so auch fast in der 2. Liga stattgefunden hätte, das weiß auch Trainer Marcel Rapp (47).
Aktuell steht Rot-Weiss Essen auf Tabellenplatz 13 der 3. Liga. Vergangene Saison wäre das Team von Uwe Koschinat (54) zwar fast aufgestiegen. Das Relegationsrückspiel gegen Greuther Fürth entschied dann aber die weitere Drittliga-Zugehörigkeit.
Genau deshalb schätzt Rapp diese erste Pokalrunde als schwere, aber machbare Aufgabe ein, wie er bei der Pressekonferenz vor der Partie am Sonntagabend (18 Uhr) betonte. Man müsse sich nicht kleiner machen, als man ist.
"Vom Namen her gibt es wenig schwerere Lose. Es wird ein 'richtiges' Pokalspiel. Trotzdem fahren wir mit der vollen Überzeugung hin, zusammen mit unseren Fans. Das Wichtigste ist, das wir weiterkommen."
Dafür wolle der Kiezcoach mit der "bestmöglichen Mannschaft spielen" und nicht mit den "besten Namen", so seine Ansage. Deshalb wolle der gebürtige Badener keine großen Wechsel nur wegen eines Pokalspiels vornehmen. Auch Ben Voll (25) wird - wie im Liga-Alltag - im Tor stehen.
Marcel Rapp steht auf Routinen
Rapp scheint generell ein Fan von Routinen zu sein.
So erklärte er auf TAG24-Nachfrage, keine besonderen Motivationsreden vor einer DFB-Pokalpartie zu halten, sondern die Woche vorher genauso anzugehen, als stünde ein Zweitliga-Duell an.
Er erklärte dennoch: "Trotzdem weiß jeder, es ist ein Pokalspiel, wir haben Bock drauf, eine eigene Geschichte zu schreiben."
Eine mögliche Niederlage würde der 47-Jährige trotz der höheren Ligazugehörigkeit seines Teams nicht als "Blamage" einordnen. Er betonte auch hier nochmals die Stärke der Koschinat-Elf.
"Die Mannschaft ist ja fast aufgestiegen. Die spielen daheim vor einer besonderen Atmosphäre. Es ist schon ein Unterschied, ob wir jetzt hier sitzen und gegen Rot-Weiss Essen spielen oder gegen einen Fünft-, Sechstligisten, dann ist es was anderes."