Weil die Joker stechen: FSV Zwickau ringt Aufsteiger Tasmania Berlin nieder
Zwickau - Ist das die erhoffte Trendwende? Der FSV Zwickau zwingt Aufsteiger Tasmania Berlin am Freitagabend vor 4433 Zuschauern in der GGZ-Arena mit 2:0 (0:0) in die Knie und feiert nach vier sieglosen Ligapartien den langersehnten ersten Dreier.
"Wir müssen gewinnen, um wieder in einen positiven Move reinzukommen", hatte FSV-Coach Rico Schmitt vorab betont.
Die Schwäne fanden gegen den Berliner Klub aus Neukölln zunächst auch besser in die Partie hinein, ohne sich gegen die Schießbude der Regionalliga Nordost - Tasmania kassierte bislang im Schnitt 3,27 Tore pro Spiel - Nennenswertes zu erspielen.
Mit zunehmender Dauer taute der Aufsteiger dann mehr und mehr auf, was vor allem am gefährlichen Ex-Dynamo Erich Berko lag, der kurz vor der Pause die Führung auf dem Kopf hatte. Die Schmitt-Elf offenbarte wie so oft in dieser Saison Luft nach oben.
Allerdings plagt man sich auch seit Wochen mit massiven Verletzungssorgen herum. Umso ärgerlicher für die Gastgeber, dass sich Joshua Putze Mitte der ersten Halbzeit am Oberschenkel verletzte. Für ihn kam Tim Hannemann, der später zum entscheidenden Faktor wurde.
Zwei Einwechsler waren der Dosenöffner für den FSV
Aber bis es so weit sein sollte, war es bei nasskaltem Schmuddelwetter trotz großen Engagements eine zähe Angelegenheit. Veron Dobruna (60.) setzte mit seinem Pfostentreffer das erste Ausrufezeichen - es wäre aber Abseits gewesen.
Schmitt wechselte danach Philipp Harant ein und bewies damit das goldene Händchen. Als Hannemann (66.) nach einer abgewehrten Harant-Flanke im Rückraum den Ball zugespielt bekam und Maß nahm, war der Bann endlich gebrochen.
Zwei Einwechsler waren der Dosenöffner für die Westsachsen, die aber bis zum Schluss zittern mussten, ehe der nächste Joker stach und den Deckel drauf machte.
Lucas Albert (90.+2.), erst knapp zehn Minuten auf dem Feld, schloss einen blitzsauberen Konter zum 2:0 ab.
Titelfoto: Picture Point/ Sven Sonntag

