Bis zu 40 Jahre Knast: Ex-Hertha-Investor gibt Millionen-Betrug zu

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Von Jordan Raza

Berlin - Der frühere Hertha-Investor Joshua Wander hat sich in den USA des millionenschweren Betrugs schuldig bekannt. Der 45-Jährige, dessen Investmentfirma 777 Partners unter anderem beim Berliner Zweitligisten eingestiegen war, räumte vor einem US-Gericht Betrug an Kreditgebern und Investoren ein.

Joshua Wander (45) will mindestens 500 Millionen Dollar zurückzahlen.
Joshua Wander (45) will mindestens 500 Millionen Dollar zurückzahlen.  © Andreas Gora/dpa

Das teilte die für den südlichen Bezirk von New York zuständige US-Staatsanwaltschaft mit.

Wander soll mit seiner Firma über mehrere Jahre hinweg Kreditgeber und Investoren um mehr als 500 Millionen US-Dollar betrogen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft täuschte er unter anderem über die finanzielle Lage seines Unternehmens hinweg und ließ Kontoauszüge manipulieren. 

"Anschließend verwendete er die Gelder für Zwecke, denen seine Kreditgeber niemals zugestimmt hatten - unter anderem zur Finanzierung der Fußballclubs von 777", sagte US-Staatsanwalt Jamie McDonald.

Wieder Sorgen um Hertha-Star: Nilsson droht Ausfall
Hertha BSC Wieder Sorgen um Hertha-Star: Nilsson droht Ausfall

Im Rahmen seines Schuldeingeständnisses erklärte sich Wander bereit, mindestens 500 Millionen Dollar aus den unrechtmäßig erzielten Erlösen zurückzuzahlen. "Als ich diese Taten beging, wusste ich, dass mein Handeln falsch war, und ich bedauere mein Verhalten zutiefst", sagte er laut der Nachrichtenagentur AP dem Richter.

Nach Angaben des Gerichts bekannte sich der 45 Jahre alte Wander in jeweils einem Fall des Überweisungsbetrugs und des Wertpapierbetrugs schuldig. Für beide Straftaten drohen ihm jeweils bis zu 20 Jahre Haft, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Die Verkündung des Strafmaßes ist für den 1. März 2027 vorgesehen.

777 stieg 2023 bei Hertha BSC ein.
777 stieg 2023 bei Hertha BSC ein.  © Andreas Gora/dpa

777 folgte 2023 auf Lars Windhorst

Im Jahr 2023 hatte 777 Partners die Anteile von Lars Windhorst übernommen und war mit 78,8 Prozent Hauptaktionär der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA. Die beiden Unternehmensgründer Joshua Wander und Steven W. Pasko waren daraufhin in den Aufsichtsrat eingezogen. 

Im Sommer 2025 übernahm die amerikanische Holdinggesellschaft A-CAP die Anteile von 777 Partners an mehreren Fußball-Clubs, darunter auch an Hertha. Neben dem Berliner Verein gehörten auch CFC Genua, Standard Lüttich und Vasco da Gama zum Fußball-Portfolio von 777.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

Mehr zum Thema Hertha BSC: