Falscher Einwurf leitet verrückten Hertha-Sieg ein: Alte Dame jetzt Tabellenführer!

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Berlin - Die Siegesserie hält an! Hertha BSC siegt auch im vierten Spiel nacheinander und holt sich die Tabellenführung. Die Berliner schlugen in einem verrückten Spiel den 1. FC Magdeburg mit 2:1 (1:1), müssen aber auf Paul Seguin verzichten. Der Routinier flog mit Gelb-Rot vom Platz. Es war nicht der einzige Platzverweis.

Josip Brekalo (h.) trifft zum 1:0.
Josip Brekalo (h.) trifft zum 1:0.  © Andreas Gora/dpa

Hertha mit dem perfekten Start. Bereits nach zehn Minuten klingelte es. Kevin Sessa ließ sich nach einem Einwurf tief in der eigenen Hälfte nicht foulen, leite die Kugel zu Mads Petersen weiter, der im goldrichtigen Moment Josip Brekalo bediente. Der Rest war nur noch Formsache. Vom Innenpfosten prallte die Kugel ins Netz.

Kurios: Hertha bekam den Einwurf nur durch einen falschen Einwurf von Baris Atik. Magdeburgs Mittelfeld-Ass stand etwas zu weit im Feld. Aus dem daraus resultierenden Einwurf entstand dann das Tor. Die erste Chance war gleich drin.

Die Alte Dame kam jetzt ins Rollen und hätte beinah durch Soufian Gouram nachgelegt. Das Eigengewächs stand bei seiner Riesenchance aber wohl ohnehin im Abseits.

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Von Magdeburg war fast gar nichts zu sehen, dann aber klingelte es auch auf der Gegenseite. Eine Ecke köpfte Falko Michel zum 1:1 ein. Der 25-Jährige wurde aber auch sträflich allein gelassen.

Josip Brekalo (2.v.r) lässt sich feiern.
Josip Brekalo (2.v.r) lässt sich feiern.  © Andreas Gora/dpa

Hertha-Joker Adewumi trifft erneut: Seguin fliegt vom Platz

Magdeburgs Falko Michel (oben) antwortet nach einer Ecke.
Magdeburgs Falko Michel (oben) antwortet nach einer Ecke.  © Andreas Gora/dpa

Plötzlich war der FCM am Drücker, die Leichtigkeit dahin. Einen Aufreger gab es vor dem Seitenwechsel aber noch: Erst scheiterte Thorsteinsson per Kopf an Keeper Reimann, dann wollte der Isländer einen Elfmeter haben. Nach einem Schubser prallte er mit dem Kopf gegen die Werbebande, konnte aber weitermachen.

Zum Glück! Kaum pfiff Schiedsrichter Florian Exner zur zweiten Hälfte an, zappelte die Kugel wieder im Netz - nach Vorlage von Thorsteinsson. Seine flache Hereingabe drückte Oluwaseun Adewumi über die Linie. Herthas Top-Joker hat schon wieder getroffen. Sein drittes Saisontor - allesamt nach Einwechslung.

Beruhigend war das aber nicht. Magdeburg drückte auf den Ausgleich und wurde von Hertha herzlich eingeladen. Gersbeck brachte seine Hintermänner mit einem Fehlpass in die Bredouille.

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Kwarteng musste nach Zuspiel von Zukowski nur einschieben. Lange hielt die Freude aber nicht. Der VAR meldete sich. Zukowski stand zuvor im Abseits.

Hertha aber schwächte sich selbst. Paul Seguin zog bei seiner Grätsche noch zurück, erwischte aber ganz leicht seinen Gegenspieler. Das reichte dem Schiedsrichter für die zweite gelbe Karte. Eine halbe Stunde lang mussten die Berliner nun in Unterzahl überstehen.

Fortan spielte fast nur noch Magdeburg. Eine Welle jagte die nächste, der nächste Treffer nur noch eine Frage der Zeit, dann aber holten sich auch die Gäste in Form von Tobias Müller Gelb-Rot ab. Was für ein verrücktes Spiel, das noch nicht zu Ende war. Die Gäste warfen alles nach vorne, Hertha aber brachte das 2:1 dank Abwehrschlacht und Gersbeck über die Zeit.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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