Für Hertha rückt Traum vom eigenen Stadion näher: Senat jagt Ja, hat aber diese Bedingungen

Berlin - Anfang Mai wandten sich die Hertha-Fans im Heimspiel gegen Fürth direkt an Sport- und Innensenatorin Iris Springer (64, SPD). In der Ostkurve forderten sie "Schluss mit Stillstand" oder "Stadion jetzt". Vier Monate später ist Hertha BSC dem Traum von einem eigenen reinen Fußballstadion dann doch überraschend ein Stück näher gekommen.

Direkt neben dem Olympiastadion soll das neue Hertha-Stadion entstehen.  © Hertha BSC / AS+P/HHVision/dpa

In dieser Woche gibt es nach langer Funkstille mal wieder Positives zu vermelden. Die Expertenkommission "Fußballstadion im Olympiapark" hat grünes Licht für ein mögliches Grundstück an der Jesse-Owens-Allee südlich des Maifelds gegeben.

Wie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport am Donnerstag mitteilte, empfahl das Gremium Hertha, beim Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf eine Bauvoranfrage für den Standort zu stellen.

Damit könnte der Verein nun prüfen lassen, welche bau- und planungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Stadionneubau erfüllt werden müssen. Auch weitere Fragen, die später für ein mögliches Bauantragsverfahren wichtig werden, sollen so geklärt werden.

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Das könnte zeitnah passieren. Hertha ist vorbereitet. Bereits vor zwei Jahren sah man sich auf einem guten Weg, doch es hat lange gedauert ehe die Expertenkommission nach dem letzten Treffen Ende September 2024 wieder getagt hat. Bis Mittwoch.

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Seit den 60er-Jahren trägt Hertha die Heimspiele im Olympiastadion aus.  © Andreas Gora/dpa

"Mit der Empfehlung der Expertenkommission kann der Verein einen nächsten Schritt für den Bau des Stadions nehmen. Ich danke sowohl der Senats-internen Prüfgruppe als auch der Expertenkommission für ihre gewissenhafte und konstruktive Arbeit", wird Sportsenatorin Iris Spranger in der Pressemitteilung zitiert, "das Ergebnis zeigt auch, wie sorgfältig wir mit dem Olympiapark umgehen, und wie es gelingen kann, eine Balance zwischen Entwicklung und Bestand zu finden."

Bis die Bagger rollen, wird es aber wohl noch etwas dauern. Erst mit einem positiven Bauvorbescheid kann sich Hertha auf die Suche nach Investoren begeben.

Bedingung: Für die Erschließung des Baugrundstücks dürfen dem Land Berlin keine Kosten entstehen. Ebenso darf die Olympiastadion GmbH durch den Neubau keine wirtschaftlichen Nachteile erleiden.

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Die Pläne existieren schon länger. Im Frühjahr 2017 gingen die Berliner in die Offensive, stellten den großen Traum vom reinen Fußballstadion der Öffentlichkeit vor. Geplante Eröffnung damals: 25. Juli 2025.

Ein neues Datum für die Arena mit Platz für circa 52.000 Leute gibt es nicht. Hertha ist aber dem Traum vom eigenen Stadion wieder ein Stückchen näher gekommen.

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