Hertha hat ein Sturmproblem: "Bin enttäuscht von mir selber"

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Berlin - Es waren nur Zentimeter. Sebastian Grönning (29) hatte in der 59. Minute die Führung auf dem Kopf, der Däne zielte aber etwas zu genau. Endlich war der glänzend aufgelegte Keeper Timon Weimer (27) geschlagen, doch statt ins Tor ging der Ball nur an den Pfosten. Es war die wohl größte Gelegenheit, die auch dem Stürmer hadern ließ.

Sebastian Grönning (29, l.) erzielte Herthas einzige Stürmertore.
Sebastian Grönning (29, l.) erzielte Herthas einzige Stürmertore.  © Andreas Gora/dpa

"Ich bin enttäuscht von mir selber, nicht von meiner Leistung, aber mit diesen Momenten, wo ich da sein muss", so Grönning bei Sky. "Zwei Meter vor dem Tor aus der Mitte, freier Kopf – das ist normalerweise meine Stärke."

Wenn man das Haar in der Suppe bei Herthas herausragendem Saisonstart suchen will, dann ist es das: Die Berliner haben ein Sturmproblem.

Das letzte Stürmertor liegt schon zwei Monate zurück - durch Grönning, der am ersten und am zweiten Spieltag traf. Seitdem suchen er sowie Luca Schuler (27), der ebenfalls in Kiel eine große Chance vergab und Neuzugang Gustaf Nilsson (29) das Abschlussglück.

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Letzterem machen Oberschenkelprobleme zu schaffen, hat aber schon angedeutet, warum Hertha mit ihm als Stürmer Nummer eins in die Saison gehen will. Nur: Getroffen hat der Schwede, der nach seinen Einwechslungen jeweils eine Großchance liegen ließ, noch nicht.

Das Toreschießen übernehmen andere. Josip Brekalo (28) zum Beispiel. Herthas Kapitän traf schon viermal, ist mit Fabian Reese (28) Topscorer der Liga. Dahinter folgen Oluwaseun Adewumi (21) und Jon Dagur Thorsteinsson (27) mit jeweils drei Treffern.

Luca Schuler (27) muss weiter auf sein erstes Saisontor warten.
Luca Schuler (27) muss weiter auf sein erstes Saisontor warten.  © Frank Molter/dpa

Wie Stefan Leitl seine Angreifer auf Kurs bringen will

Stefan Leitl (49) glaubt dennoch an seine Angreifer. "Ich habe grad mit Seba Grönning gesprochen. Wichtig ist, dass die Stürmer Chancen haben und wir die Spieler in die Positionen bekommen. Dann sollte der Knoten auch platzen", sagte der 49-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem 0:0 gegen Kiel. "Es geht für die Jungs darum, sich für ihre Leistung zu belohnen. Daran werden wir arbeiten, im Training hohe Wiederholungszahlen schaffen, ihnen Selbstvertrauen geben. Dann wird’s auch wieder funktionieren."

Die nächste Gelegenheit gibt's am Samstag. Dann empfängt die Alte Dame Arminia Bielefeld (13 Uhr/Sky).

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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