Hertha kämpft gegen Saarbrücken-Fluch: Nachfolger schon da, aber wer ersetzt Winkler?

Berlin - Das ging fix. Am Montag verabschiedete sich Marten Winkler (23) in Richtung Belgien, am Donnerstag präsentierte Hertha BSC schon den Nachfolger: Leverkusen-Leihgabe Farid Alfa-Ruprecht (20) soll die hinterlassene Lücke schließen.

Marten Winkler (23, M) verabschiedete sich mit einer Gala-Vorstellung.  © Andreas Gora/dpa

Der pfeilschnelle Flügelflitzer könnte schon am Samstag sein Debüt geben. Alfa-Ruprecht wird gegen Saarbrücken im Kader stehen. Die Startelf dürfte aufgrund der wenigen Trainingseinheiten vor der ersten Pokalrunde jedoch wohl noch zu früh kommen.

"Er ist ein superspannender, hochtalentierter junger Spieler, den es jetzt auch für uns gilt, weiter zu fördern. Ich hoffe einfach, dass er seine Qualität einbringen kann", so Leitl. Ein Eins-zu-eins-Ersatz von Winkler ist der Ex-Bochumer aber nicht. "Er ist ein anderer Spielertyp als Matte. Farid ist eher schon der klassische Außenstürmer."

Mit Winkler hat Hertha den nächsten Leistungsträger verloren, den es nun aufzufangen gilt. Neben Alfa-Ruprecht hat Leitl noch weitere Optionen: Jon Dagur Thorsteinsson (27), Oluwaseun Adewumi (21) und Talent Jelani Ndi (19).

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Ersterer wäre die erfahrene und geradlinige Lösung. Thorsteinsson spielte bereits eine auffällige Vorbereitung, wurde in den zwei Ligaspielen jeweils eingewechselt, wartet aber seit seinem Wechsel noch auf den Durchbruch in Berlin.

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Neuzugang Oluwaseun Adewumi (21) könnte nach seiner Tor-Premiere im Pokal gegen Saarbrücken die nächste Premiere feiern.  © Andreas Gora/dpa

Stefan Leitl nimmt nur eine Veränderung in der Hertha-Startelf vor

Stefan Leitl (48) sieht Saarbrücken auf Augenhöhe.  © Elisa Schu/dpa

Das beste Bewerbungsschreiben gab allerdings Adewumi ab. Der Neuzugang ist mit seiner Schnelligkeit prädestiniert für den Flügel. Gegen Heidenheim feierte die Burnley-Leihgabe prompt seine Torpremiere: "Es ist so, dass ich ihn noch nicht bei 100 Prozent sehe, aber ich sehe auch schon, dass er 60, 70 Minuten spielen kann. Da werden wir weiter dran arbeiten mit ihm. Dann hoffen wir, dass er gesund bleibt und er sein Talent und seine Qualität dann so einbringen kann wie am Samstag."

Womöglich schon in der Startelf. Klar ist schon jetzt: Es wird die einzige Veränderung bleiben. Leitl vertraut auch in Saarbrücken auf die Elf, die schon in Bochum und Heidenheim überzeugen konnte (bis auf Winkler). Am Samstag (15.30 Uhr/RTL/Sky) aber wartet auf Hertha ein echter Brocken. Der Drittligist hat gerade im Pokal schon oft seine Qualitäten gezeigt, stürmte 2024 bis ins Halbfinale und ist wie Hertha mit zwei Siegen in die Saison gestartet.

"Saarbrücken ist eine brutal schwere Aufgabe, wir spielen gegen einen gefühlten Zweitligisten", sagte Leitl. "Es ist ein 50:50-Spiel. Die Mannschaft, die weniger Fehler macht, wird in die nächste Runde einziehen."

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Schlechtes Omen: In Saarbrücken konnte Hertha noch nie gewinnen. In neun Gastspielen kam die Alte Dame zu gerade einmal drei Unentschieden. Die anderen sechs Spiele gingen allesamt verloren.

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