Berlin - Never change a winning Team. Mit der gleichen Elf will Hertha BSC den gelungenen Auftakt auch gegen Heidenheim (Samstag 13 Uhr/Sky) vergolden. "Stand heute gibt's für uns keinen Grund, die Startformation zu verändern", verkündete Stefan Leitl (48) auf der Pressekonferenz.
Der Übungsleiter kann auf die volle Kapelle zurückgreifen. Heißt: Auch Jon Dagur Thorsteinsson (27), der unter der Woche das Training abbrechen musste, ist einsatzbereit.
Die neu formierte Hertha (13 Abgänge, erst ein Neuzugang) will nach dem Erfolg in Bochum (1:0) auch im Olympiastadion zeigen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Der Hauptstadtklub will höher stehen und dementsprechend höher pressen.
"Die Mannschaft wurde absolut bestärkt in ihrem Tun", so Leitl. "Es ist eine große Bereitschaft da, dieses Spiel zu spielen. Wir haben uns von kleinen Fehlern nicht aus dem Konzept bringen lassen, sondern wir waren immer wieder aktiv, sind immer wieder hoch angelaufen, haben insgesamt eine gute Gesamthöhe gefunden und dann gewinnst du ein Spiel. Das gibt dir Selbstvertrauen und bestärkt dich. Das wollen wir mitnehmen."
Drei Hürden für den perfekten Start gibt es aber noch: das Wetter, Gegner Heidenheim und die Heimschwäche.
Ersteres bereitet dem Trainer keine großen Sorgen. "Das wird sicherlich ein Thema sein", sagte Leitl angesichts der erwarteten Hitze von 36 Grad in der Hauptstadt. "Trotzdem haben wir dieses Spiel vor zwei Wochen gespielt in Österreich. 120 Minuten gegen den 1. FC Köln. Ich glaube, wir haben eine Mannschaft gesehen, die dieses Tempo gehen kann, und wir werden es am Samstag auch gehen."
Hertha BSC erwartet 40.000 Zuschauer
Wie Hertha kommt auch Heidenheim mit Rückenwind. Der Absteiger setzte sich mit 4:3 gegen Osnabrück durch und wird den Blau-Weißen auch körperlich alles abverlangen.
Leitl: "Das ist ein Verein, der wird immer an der Schwelle zur Bundesliga spielen - auch in diesem Jahr. Davon bin ich zu 100 Prozent überzeugt und deswegen ist es einfach eine wirklich große Herausforderung, eine Mannschaft, die wahnsinnig viel Erfahrung auch mitbringt, sowohl in der zweiten Liga, aber jetzt auch in der ersten Liga."
Rund 40.000 Fans wollen Herthas Heimpremiere sehen. Zuletzt wurden die Anhänger bis auf die Pokalabende jedoch eher selten im heimischen Wohnzimmer verwöhnt. 2025 war Hertha gar die heimschwächste Mannschaft der Liga, vergangene Saison holte man dann nur sechs Siege im Olympiastadion. Auch ein Grund, warum die Alte Dame nie im Aufstiegsrennen mitmischte.
"Neue Saison, neues Glück, neue Herangehensweise", blickte Leitl nach vorn. "Es ist immer etwas Besonders in diesem Stadion zu spielen. Wenn wir diese Leidenschaft zeigen, wird das Stadion hinter uns stehen. Wir werden diesen Support bekommen. Es werden Fehler verziehen. Da bin ich mir zu 100 Prozent sicher. Und das wird der Weg sein."