VAR rettet Hertha: Alte Dame feiert siebten Sieg in Serie!
Berlin - Re-Start geglückt, aber das war Schwerstarbeit! Hertha BSC macht da weiter, wo man vor der XXL-Länderspielpause aufgehört hatte: der Hauptstadtklub gewinnt! Gegen Greuther Fürth zitterte sich die Alte Dame zu einem 2:1 (0:0) und baut die Tabellenführung aus. Es ist der siebte Sieg in Serie!
Hertha wollte sofort an die starken letzten Wochen anknüpfen. Fürth aber versteckte sich nach dem ersten Warnschuss der Berliner keineswegs. Die Kleeblätter spielten ebenfalls frech nach vorne.
Erstmals brenzlig wurde es dann durch Hertha-Überraschung Jon Dagur Thorsteinsson. Seinen abgefälschten Schuss konnte Keeper Florian Hellstern gerade so noch zur Seite abwehren.
Die Alte Dame näherte sich nun dem Führungstreffer weiter an. Hellstern wurde langsam warm geschossen, doch auch auf Marius Gersbeck können sich die Blau-Weißen verlassen.
Der Hertha-Keeper verhinderte gegen Omar Sillah im Liegen den Rückstand. Es war der Startschuss der vergebenen Großchancen - auf beiden Seiten.
Erst erwischte Luca Schuler den Ball nicht richtig, dann wurde Thorsteinsson gerade so noch geblockt. Auch Fürth reihte sich ein. Shinta Appelkamp hatte die Führung auf dem Fuß, setzte den Ball aber knapp neben das Gehäuse.
Mads Petersen und Paul Seguin schießen Hertha BSC zum Sieg
Die Franken bereiteten dem Hauptstadtklub über die Flügel immer wieder Probleme. Das Spiel war völlig offen. Kurz vor der Pause meldeten sich wieder der Hauptstadtklub an. Bei einer Doppelchance von Oluwaseun Adewumi blieb aber Hellstern jeweils der Sieger.
Auch im zweiten Durchgang fand Hertha gegen die Gäste nur schwer einen Fuß in die Tür. Zwar scheiterte Josip Brekalo an Hellstern, den gefährlicheren Eindruck machten aber die Fürther. Fast folgerichtig klingelte es nach einem Patzer von Niklas Kolbe. Omar Sillah musste nur noch einschieben und tanzte an der Außenlinie, da meldete sich der VAR.
Der Torschütze stand in der Entstehung bei seinem ersten Kontakt ganz leicht im Abseits. Glück für die Hertha!
Stattdessen zappelte der Ball plötzlich auf der anderen Seite im Netz. Endlich hatten die Gastgeber mal Platz zum Kombinieren und nutzen das gnadenlos aus. Brekalo nahm Mads Petersen mit. Der Däne haute die Kugel flach in die lange Ecke - die Erlösung! Was für eine verrückte Phase: Zwischen Rückstand, der Aberkennung und Führung lagen nur vier Minuten.
Der Bann war nun gebrochen, Hertha wieder im Flow. Paul Seguin fasste sich aus rund 25 Metern ein Herz und haute einfach mal flach drauf. Der Ball wurde länger und länger und schlug neben dem Pfosten ein - 2:0.
Durch war das Spiel damit aber noch nicht. Jannis Heuer läutete mit dem 1:2 die Schlussphase ein. Am Ende zitterte sich die Alte Dame zum etwas glücklichen Heimsieg. Es ist der siebte Sieg in Serie!
Titelfoto: Andreas Gora/dpa

