"Sieht absolut beschissen aus": HSV-Kapitän mit Verdacht auf Kreuzbandriss
Hamburg/Sinsheim - Bittere Nachrichten für den Hamburger SV! Nach einer Knieverletzung im Spiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag (3:2) besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss bei Kapitän Nicolai Remberg (26).
Das Verletzungsdrama rund um den Mittelfeldspieler der Rothosen überschattete die erste Halbzeit der Partie gegen die TSG Hoffenheim.
Nach einem unglücklichen Zweikampf mit Bamabsé Conté (23) ging der Hamburger Kapitän zu Boden und hielt sich das Knie.
Ganz Remberg-Like versuchte der Führungsspieler zunächst weiterzuspielen, nur fünf Minuten später humpelte er allerdings deutlich verletzt vom Platz.
Und trotz der eigentlichen Euphorie der Hamburger nach dem Last-Minute-Sieg gegen die Elf von Christian Ilzer (48), herrscht getrübte Stimmung bei den Rothosen.
Es sei davon auszugehen, dass Remberg den Hamburgern lange fehlen wird, erklärte Trainer Merlin Polzin (35) am Sky-Mikrofon nach Abpfiff.
"Sieht absolut beschissen aus", zeigte sich der Coach ehrlich. "Es ist wahrscheinlich das Kreuzband", so die erste Analyse.
Miro Muheim würdige Vertretung für Kapitän Remberg?
Dennoch müsse man die finalen Untersuchungen abwarten, ergänzte Polzin. Aber selbst wenn sich der Verdacht bestätigen sollte, gelte es nicht zu viel Trübsal zu blasen. "Auch dann müssen wir Lösungen finden."
Zumindest Halbzeit zwei gegen Hoffenheim macht Grund zur Hoffnung.
Der für den verletzten Mittelfeldmann eingewechselte Miro Muheim (28) - der bis dato seit seiner eigenen Verletzung noch kein Bundesligaspiel bestritt - bestritt nicht nur eine ordentliche Leistung anlässlich zu seiner Bundesliga-Rückkehr. Er belohnte seinen Einsatz letztlich mit seinem 3:2-Siegtor in der Nachspielzeit.
Wie der HSV diese Wendung herbeiführen konnte erklärte Muheim mit der mentalen Einstellung der Polzin-Elf.
"Wir haben die ganze Zeit dran geglaubt", betonte der Schweizer nach der Partie. Auch Polzin betonte: "Die Jungs haben es auch für ihn (Remberg, Anm. d. Redaktion) getan".
Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

