Hamburg - Nach zwei Siegen in Folge will der Hamburger SV weiter auf der aktuellen Erfolgswelle reiten und den nächsten Dreier im heimischen Volksparkstadion einfahren. Mit dem VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) kommt allerdings nicht der leichteste Gegner auf die Rothosen zu. Wie will Merlin Polzin (35) den Ausfall von Kapitän Nicolai Remberg (26) kompensieren?
"Können ihn nicht 1:1 ersetzen, weil er eine Spielweise auf den Platz bringt, die einzigartig ist für unser Spiel", gab der HSV-Coach bei der Pressekonferenz am Donnerstag zu.
Dennoch habe man Mut und Vorfreude das Spiel so "anders" zu gestalten, dass andere Spieler ihren Platz finden und ihre Qualitäten unter Beweis stellen können.
Ein Kandidat, der weit oben auf der Liste des möglichen Ersatzes auf der Position des verletzten Kapitäns steht, sei Kofi Amoako (21).
Gerade in der Trainingswoche habe er gezeigt, dass er mehr will und bereit ist. Aus Sicht des Trainers spreche vor allem die treue Positionierung auf der Sechser-Position für den Mittelfeldspieler. "Er versucht immer eine Balance zu finden zwischen Offensive und Defensive. Als Anker schafft er es die Mannschaftsteile zu verknüpfen", betonte Polzin.
Dennoch sei eine finale Entscheidung für oder gegen einen Spieler noch nicht gefallen. "Ich brauche alle Eindrücke der Trainingswoche". Erst am Samstag entscheide Polzin, wer letztlich infrage kommt, die Rolle einzunehmen.
HSV-Trainer Merlin Polzin: Partie gegen Stuttgart "Riesige Herausforderung für uns"
Schließlich könne diese Entscheidung nicht unerheblich sein.
Mit dem VfB Stuttgart als Champions-League-Teilnehmer erwarte der HSV-Coach ein "absolutes Top-Top-Top-Team der Bundesliga", das aus seiner Sicht sehr verdient auf internationaler Ebene mitmische.
Polzin sprach außerdem von einer "riesigen Herausforderung" für sein Team und erhofft sich Unterstützung von allen Seiten.
"Wird ein sehr heißes, umkämpftes Duell, in dem ich jeden einzelnen brauche - auch alle Tribünen, wenn wir eine Chance haben wollen, gegen eine Mannschaft, die gestern erst die Champions-League-Hymne gehört hat."
Gleichzeitig habe man im letzten Hinspiel einen besonderen Moment erlebt. "Wir waren absolut klar und haben gezeigt, dass wir auch gegen so eine Mannschaft bestehen können. Wir müssen die Dinge, die wir uns vornehmen, zu 100 Prozent umsetzen."