Der Euphorie folgt der Katzenjammer: Vier Gründe für Dynamos Fehlstart

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Dresden - Der sichere Klassenerhalt, eine wahnsinnige Transferphase, eine top Vorbereitung: Bei Dynamo herrschte vor dem Saisonstart große Euphorie, die über Dresden hinausging. Fünf Wochen später herrscht Katzenjammer. Drei von möglichen zwölf Punkten, Rang 17. Wie konnte das passieren? TAG24 nennt einige Gründe.

Andere Wahrnehmung

Das 0:3 in Nürnberg am 1. Spieltag ließ die Spieler schon ratlos zurück.
Das 0:3 in Nürnberg am 1. Spieltag ließ die Spieler schon ratlos zurück.  © IMAGO/Sportfoto Rudel
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In der Rückrunde wurde Dresden teils müde belächelt, abgeschlagenes Schlusslicht im Winter. Was soll da passieren? Dynamo wurde teils unterschätzt von den Gegnern.

Das ist jetzt anders. Die top Rückrunde, die sehr guten Transfers, die Sprüche der Experten vom Geheimfavoriten: Die SGD ist nicht mehr der Underdog des Frühjahres. Sie wird ernst genommen.

Alle bisherigen Gegner haben sich intensiv auf die Spiele vorbereitet. Nürnberg und Heidenheim spielten mannorientiert, um den schwarz-gelben Spielfluss zu unterbinden. Bochum mit einem extrem aggressiven Pressing.

Andere Ausgangslage

70 Minuten lang war in Heidenheim alles gut, dann brach es über Dynamo herein. Folge: Auch das gab es bedröppelte Minen.
70 Minuten lang war in Heidenheim alles gut, dann brach es über Dynamo herein. Folge: Auch das gab es bedröppelte Minen.  © imago/eibner

Die fünf Leihspieler aus dem Januar haben Dynamo auf ein neues Level gehoben. Von Anfang an hieß es: "Wir haben nichts mehr zu verlieren."

Dresden konnte ohne Druck aufdribbeln, spielte sich so in einen Flow. Vier von fünf hat Leihspielern Dynamo fest verpflichtet, viel Geld ausgegeben. Und das verpflichtet.

Jetzt stehen dieselben Spieler im grellen Rampenlicht, jetzt müssen und wollen sie die Leistungen des Frühjahres bestätigen. Das gelingt nur in Ansätzen. Die Erwartungshaltung scheint zu groß.

Zu viele Gegentore

Mit dem 1:2 gegen Bochum haben nur wenige gerechnet. Danach war der Fehlstart perfekt.
Mit dem 1:2 gegen Bochum haben nur wenige gerechnet. Danach war der Fehlstart perfekt.  © DPA/Robert Michael

Im Vorjahr diskutierte Dynamo über den hohen Schnitt von 2,0 Treffern pro Spiel. Jetzt sind es nach vier Spielen gar 2,5. Die Abwehrarbeit funktioniert noch nicht - damit ist nicht allein die Viererkette gemeint.

Irgendwas funktioniert nicht. Bekommt man keine Standardgegentore, sind es eigene Fehler. Die Arbeit gegen den Ball ist noch mangelhaft, ebenso die Konzentration in entscheidenden Situationen.

Umgedreht ist es übrigens genauso. Fünf Tore, davon zwei von Stürmern, sind deutlich zu wenig. Im Frühjahr hatte Dynamo nicht mehr Chancen, war aber konsequenter. Eine Frage des Kopfes!

Zu viel Risiko

Ein Grund für den Fehlstart: Tim Schreiber (24) musste schon zehnmal hinter sich greifen. Das Abwehrverhalten aller passt noch nicht.
Ein Grund für den Fehlstart: Tim Schreiber (24) musste schon zehnmal hinter sich greifen. Das Abwehrverhalten aller passt noch nicht.  © IMAGO/Zink

Noch mal als Wiederholung: Der Pass von Tim Schreiber (24) auf Nicolai Rapp (29) vorm 0:1 gegen Bochum war nicht falsch. Hintenheraus zu spielen ist erwünscht. Die gegnerischen Trainer wissen aber (siehe Punkt 1) mittlerweile, wie Dresden spielt

VfL-Trainer Uwe Rösler (57) nannte es "decodiert". Da ist in der hinteren Reihe zu viel Risiko dabei, um die Gegenspieler zu locken, sie zu überspielen und im Mittelfeld ein Übergewicht zu haben. Der Gegner blockt das erfolgreich.

Um wieder Sicherheit ins eigene Spiel zu bekommen, ist einfacher Fußball sicher eine gute Methode.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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