Der Gegner ist ihm egal: Dynamo-Kämpfer will drei Punkte

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Dresden - So zeitig sah Dynamos Robert Wagner (23) noch keine Gelbe Karte. 17 Sekunden waren in Braunschweig gespielt, da zückte Schiri Lars Erbst (31) den Karton. Rekord? Für diese Spielzeit ja, insgesamt nein. Den hält seit 2017 Andreas Geipl (34). Der jetzige Kapitän des Chemnitzer FC sah 2017 im Trikot von Jahn Regensburg nach sieben Sekunden eine Verwarnung.

Immer hart am Mann: Robert Wagner (23, l.) in Braunschweig gegen Fabio Di Michele Sanchez (23).
Immer hart am Mann: Robert Wagner (23, l.) in Braunschweig gegen Fabio Di Michele Sanchez (23).  © imago/Jan Huebner

Um zehn Sekunden den Rekord verfehlt - Wagner kann es "verschmerzen".

Rückblickend sieht es der Mittelfeldspieler als "eine unglückliche Aktion" an. "Ich bin zu spät gekommen. Da jetzt Gelb zu bekommen, es hat mein Spiel nicht einfacher gemacht", so Wagner.

"Ich habe den Schiri noch mal gefragt, warum das denn sein muss. Er meinte, ja, blieb ihm keine andere Wahl. Das habe ich so akzeptiert", sagt Wagner mit einem verschmitzten Lächeln.

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Gerade er, der Kämpfer, der keinen Zweikampf scheut, der hart zur Sache geht, er musste sich nun zurücknehmen. Er konnte nicht mehr mit zu viel Wucht in die Zweikämpfe, konnte nicht 100 Prozent Risiko gehen.

Das hat dem ganzen Dynamo-Spiel nicht gutgetan.

Robert Wagner hält jeden Gegner für schlagbar

Geht auch im Training mit Wucht in jeden Zweikampf: Robert Wagner (2.v.r.).
Geht auch im Training mit Wucht in jeden Zweikampf: Robert Wagner (2.v.r.).  © Lutz Hentschel

Und dann kam die 31. Minute, ein Foul von ihm im Mittelfeld. "Um ehrlich zu sein, da war ich froh, dass er mich nicht vom Platz geschickt hat", so der Mittelfeldmotor.

Zur Pause erledigte das Trainer Thomas Stamm (43). "Von außen zuzuschauen, ist nicht ganz so leicht, wie selber zu spielen. Ich habe die Jungs gepusht, alle Emotionen rausgelassen", sagt er. Hat geholfen, zumindest sprang ein Punkt raus.

Jetzt gegen Tabellenführer Hertha soll es ein Sieg werden. Die Berliner haben jedes ihrer fünf Spiele gewonnen, was überraschend kommt.

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"In der zweiten Liga kann jeder jeden schlagen. Das sieht man Woche für Woche. Deswegen ist es jetzt egal, ob Hertha kommt oder nicht. Wir versuchen, das Spiel zu gewinnen", so der Rotschopf.

Da kommt es nicht nur auf Wucht im Mittelfeld an, sondern auch auf Effizienz in Sturm und Abwehr.

"Die Gegentore, die wir gerade bekommen, sind mehr Geschenke. Wenn wir die konsequenter verteidigen, dann haben wir auch mehr Punkte auf dem Konto", so Wagner.

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Titelfoto: Lutz Hentschel

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