Dresden - Nicht jeder der vier Wechsel, den Coach Thomas Stamm (43) am Samstag vor dem Remis beim VfL Osnabrück vornahm, war so auch geplant. Trotzdem gehörte Simon Straudi (27) zu einem der Lichtblicke in einem am Ende für Dynamo Dresden wieder ernüchternden Spiel.
Auf der linken Abwehrseite drückte bei der SGD vor diesem siebten Spieltag der Schuh, Alexander Rossipal (30) und Brooklyn Ezeh (25) waren krankheitsbedingt noch fraglich. Erstgenannter nahm zumindest auf der Bank Platz.
Rechtsverteidiger Straudi musste aushelfen, machte seine Sache durchaus ordentlich. "Ich habe da letztes Jahr schon ein bisschen gespielt. Von daher ist es okay. Klar, ist es ein bisschen eine Umstellung und so, weil du hast einfach andere Aktionen, musst dich ein bisschen anders einstellen, auch in der Verteidigung", gab der 27-Jährige zu.
Zweimal musste Straudi vergangene Saison in Liga drei bei Energie Cottbus ebenfalls links hinten aushelfen, unter anderem bei einem 0:1 in Osnabrück. Dieses Mal reichte es immerhin zu einem Punkt - auch wenn der für Dynamo im Abstiegskampf zu wenig ist.
Gründe dafür gibt es einige. Einer: Auch in Sachen Standards ging offensiv mal wieder gar nichts. Osnabrück reichte eine der vier Ecken im weiteren Verlauf zum Ausgleich, die SGD schaffte es bei zehn Eckbällen nicht, das Netz mal zappeln zu lassen.
Simon Straudi erklärt Eckball-Plan gegen den VfL Osnabrück
Straudi war für die von der rechten Seite des Tores zuständig, gefährlich rein kam aber keiner, aus einem einfachen Grund: "Wir hatten ja keinen Linksfuß auf dem Platz, der die Ecken schießt. Von daher haben wir das kurz ausgespielt. Fand ich eigentlich auch, dass wir da genügend Räume dann hatten. Hätten wir auch noch ein bisschen mehr ausspielen können. Aber ja, das war eigentlich der Plan", gestand der Rechtsfuß.
Da muss in Zukunft wieder deutlich mehr kommen, auch wenn nicht sicher ist, ob die "Aushilfe" am Sonntag gegen Magdeburg wieder auf links ran darf. Gut möglich, dass Rossipal nach dem Kurzeinsatz in Osnabrück wieder in die Viererkette rutscht.
So oder so gab's schon vergangenen Samstag von der Tribüne die klare Marschroute für den Ostkracher. "Wir gehen in jedes Spiel, dass wir drei Punkte holen. Aber klar, vielleicht ist der Extra-Funke noch mal da durch die Fans, die uns schon eingestimmt haben", meinte Straudi: "Aber jetzt bin ich erst mal sauer über das Spiel. Die Woche arbeiten wir das auf und dann geht es weiter."
Tabelle 2. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
Hertha BSC | 7 | 19:8 | 21 | |
| 2 |
|
1. FC Nürnberg | 7 | 20:10 | 17 | |
| 3 |
|
1. FC Heidenheim | 7 | 14:12 | 14 | |
| 4 |
|
1. FC Magdeburg | 7 | 14:9 | 13 | |
| 5 |
|
VfL Wolfsburg | 7 | 19:12 | 12 | |
| 6 |
|
1. FC Kaiserslautern | 7 | 6:4 | 12 | |
| 7 |
|
FC St. Pauli | 7 | 10:8 | 10 | |
| 8 |
|
FC Energie Cottbus | 7 | 15:16 | 8 | |
| 9 |
|
Arminia Bielefeld | 7 | 11:12 | 8 | |
| 10 |
|
VfL Osnabrück | 7 | 10:13 | 8 | |
| 11 |
|
Eintracht Braunschweig | 7 | 13:13 | 7 | |
| 12 |
|
VfL Bochum 1848 | 7 | 5:7 | 7 | |
| 13 |
|
Hannover 96 | 7 | 7:12 | 7 | |
| 14 |
|
SV Darmstadt 98 | 7 | 8:14 | 7 | |
| 15 |
|
SpVgg Greuther Fürth | 7 | 10:13 | 6 | |
| 16 |
|
SG Dynamo Dresden | 7 | 9:15 | 5 | |
| 17 |
|
Karlsruher SC | 7 | 6:14 | 5 | |
| 18 |
|
Holstein Kiel | 7 | 7:11 | 4 | |
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.