Dresden - Dynamo Dresden hat (mal wieder) ein Zeichen gesetzt. Diesmal nicht im Stadion, sondern direkt davor. Das Ergebnis ist seit dem heutigen Freitag zu besichtigen.
Dynamos Rekord-Trainer Walter Fritzsch (†76, 5x DDR-Meister) versammelt seine alte Mannschaft hinter sich!
Dort, wo der Gedenkstein zu Ehren der Trainerlegende steht, hat Dynamo in Zusammenarbeit mit der aktiven Fanszene, Ehrenamtlichen sowie Unternehmen aus der Region ein Monument geschaffen.
"Ehrenspielführer und Ehrenmitglieder - Vorbilder in Schwarz und Gelb - Säulen unserer Vereinsgeschichte lebendig in Erinnerung" steht direkt am Stadioneingang an der Lennéstraße auf dem Denkmal geschrieben.
Es umrahmt die bereits vorhandene Stele zu Ehren Walter Fritzsch. In seinem Rücken prangen fortan die Namen derer, die heute nicht mehr leben, aber maßgeblich mit dazu beigetragen haben, dass Dynamo Kult geworden ist: Manfred Kallenbach (†68), Reinhard Häfner (†64), Hans-Jürgen "Dixie" Dörner (†70) und Hans-Jürgen Kreische (†78), die selbst unter Fritzsch spielten oder Wolfgang Oeser (†81), der die Ära zuvor mitprägte.
Fritz Schaller, Horst Michael von Kummer und Christian Dinter reihen sich als engagierte Ehrenmitglieder in die Reihe der Unvergessenen ein, weitere werden folgen und ihren Platz vor dem Rudolf-Harbig-Stadion finden.
Ort des Gedenkens und der Erinnerung seit 70. Vereinsjubiläum in Planung
Konkret diskutiert wurde das Schaffen eines solchen Gedenkortes bereits zum 70. Jubiläum des Vereins. Drei Jahre später, im April 2026, sollte das Denkmal eigentlich eingeweiht werden. Jetzt wurde es der 23. Oktober - einen Tag, bevor sich der Todestag des früheren Flügelflitzers Reinhard Häfner zum zehnten Mal jährt. Irgendwie auch passend.
"Erinnerung ist wichtig, um Kindern, Enkeln und Urenkeln weitergeben zu können, wie etwas entstanden ist", sagte Dresdens Sportbürgermeister Jan Donhauser (57, CDU) im Rahmen der Einweihung.
Bei aller Begeisterung für das Dynamo heute gehöre es aber auch dazu, an diejenigen zu erinnern, die die Geschichte des Vereins in die Wege geleitet haben, so Donhauser. Gemeint waren nicht nur Fritzsch, Kreische und Dörner, sondern auch die anwesenden Klaus Sammer (83) oder Ralf Minge (66).
Danach setzte die Dämmerung ein. Zeit, um das Monument zum Leuchten zu bringen. Es ist nicht zu übersehen.