Dynamo-Fans mit Protest: Nach der Unterbrechung schlägt Aue zu

Aue - Die Proteste gegen die Deutsche Fußball-Liga (DFL) klingen nicht ab, auch am vergangenen Wochenende gab es wieder jede Menge Spielunterbrechungen. Dynamo Dresdens Fans waren da beim Sachsenderby bei Erzgebirge Aue keine Ausnahme.

Dynamos Kicker halfen beim Aufräumen, nachdem jede Menge Flummis auf dem Feld gelandet waren.
Dynamos Kicker halfen beim Aufräumen, nachdem jede Menge Flummis auf dem Feld gelandet waren.  © DPA/Robert Michael

In der 31. Minute flogen jede Menge Flummis und ein paar lila Minischweine in und um den Strafraum von Kevin Broll (28).

Knapp vier Minuten dauerte die Unterbrechung im mit 15.000 Fans ausverkauften Erzgebirgsstadion. Aues Anhang verzichtete auf jegliche Art des Protests.

Im Vergleich zu Stadien in der 1. und 2. Bundesliga blieb es bei der kurzen Unterbrechung.

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So manche Spieler aus den oberen zwei Ligen zeigten sich im Anschluss eher unglücklich mit den ständigen Störungen. Bestes Beispiel: Dortmunds Niclas Füllkrug (31) und Emre Can (30).

Dynamos Niklas Hauptmann (27) hatte direkt nach der neunten Saisonniederlage "gar nicht mehr im Kopf, zu welchem Zeitpunkt das war", so der Mittelfeldspieler. Er stellt klar: "Daran lag es nicht."

Erzgebirge Aue nutzte die kurze Unterbrechung zur Taktik-Besprechung, Dynamo Dresden nicht

Zwei Minuten nach dem Aufräumen klingelte es. Marcel Bär (31, r.) netzte ein.
Zwei Minuten nach dem Aufräumen klingelte es. Marcel Bär (31, r.) netzte ein.  © picture point/Sven Sonntag

Trotzdem war das Team von Markus Anfang (49) zu diesem Zeitpunkt besser im Spiel.

Dynamos Coach nutzte die Unterbrechung, um sich mit Stefan Kutschke (35) auszutauschen. Gegenüber Pavel Dotchev (58) versammelte dagegen sein gesamtes Team.

Was die Veilchen auch immer ausheckten, nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff klingelte es im Dresdner Tor durch Marcel Bär (31).

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"Die ersten zehn Minuten waren wir nicht so gut in der Partie, danach waren wir es eigentlich ganz gut. Spielunterbrechungen sind, wenn du in einem Lauf drin bist, nie wirklich günstig", gibt Anfang zu.

Als Ausrede gilt das aber nicht:

"Das daran festzumachen, wäre ein Stück zu einfach. Wir sind immer wieder in die Räume rein und in die Kette gekommen. Ich glaube einfach, dass wir das wesentlich besser machen können. Wir können auch wesentlich mehr Bälle in den Strafraum spielen."

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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