Dynamo muss dieses Bayern-Problem lösen!

Dresden - Prinzipiell bekommt es Dynamo Dresden selten bis gar nicht mit dem großen FC Bayern München zu tun. Der Rekordmeister hat aber vergangene Saison wieder etwas etabliert, das inzwischen auch in anderen Ligen eine Renaissance feiert - und der SGD scheinbar Probleme bereitet.

Dynamos Motor, Niklas Hauptmann (30, am Ball), hatte quasi Dauerbegleitung. So kam er nicht wirklich ins Laufen.  © IMAGO/Sportfoto Rudel

Denn unter Coach Vincent Kompany (40) setzen die Bayern verstärkt auf ein intensives Mann-gegen-Mann im Spiel gegen den Ball. Bedeutet, es werden in der Regel keine Spieler übergeben, jeder hat seinen Gegenspieler, dem er nicht von der Seite weicht.

"Mann-gegen-Mann habe ich auch schon gespielt", erklärte Niklas Hauptmann (30) bereits vor der Partie.

Dynamos Kapitän gab aber auch zu, dass "wahrscheinlich auch die Bayern da ein bisschen der Vorreiter sind, warum sich jetzt viele daran orientieren. Es ist unangenehm, wenn der Gegner gegen dich Mann-gegen-Mann spielt, weil du hast immer einen im Rücken, du hast immer Druck. Wenn du es da schaffst, dich rauszulösen, dann bekommst du große Räume. Das ist der Vorteil."

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Wenn du es schaffst! Denn in Nürnberg hat sich gezeigt, dass Schwarz-Gelb mit der intensiven Verteidigung der Cluberer ziemlich große Probleme hatte.

"Gegen den Ball war es sehr griffig, auch den langen Ball haben wir gut verteidigt", lobte Coach Miroslav Klose (48) seine Mannen. Sie sorgten dafür, dass die SGD offensiv nicht ins gewohnte Spiel kam.

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Coach Thomas Stamm (43) muss Lösungen gegen mannorientierte Verteidigungen finden.  © Lutz Hentschel

SGD-Coach Stamm erklärt, was gegen Nürnberg schiefging

Aleksandar Pavlovic (22, r.) und der FC Bayern München haben das mannorientierte Spiel perfektioniert.  © imago/Pressefoto Baumann

"Wir waren mit Ball nicht so sauber und mutig, haben zu oft die letzte Linie gesucht. Wir wussten, Nürnberg spielt sehr mannorientiert, mitunter mit dem Innenverteidiger bis hoch zum gegnerischen Strafraum. Daher wollten wir sehr viel mit gegengleichen Bewegungen arbeiten. Stattdessen haben wir aber zu oft die letzte Linie gesucht und wenig Kontrolle gehabt", gab Dresdens Coach Thomas Stamm (43) zu.

Nicht selten war Tim Schreiber (24) ein Leidtragender davon, denn der Keeper suchte oftmals eine geeignete Anspielstation. Ihm blieb meist nur der lange Ball. "Nürnberg macht es halt gut, spielt mannorientiert auf dem ganzen Platz. Das macht es uns eben eklig, weil sie nicht auslösen. Für mich ist es dann schwierig, den ersten Pass zu finden", erklärte der 24-Jährige.

Schreiber forderte: "Manchmal muss der Außenstürmer den Weg machen und umsonst laufen. Es ist wichtig, mehr Bewegung reinzubringen, auszulösen, da Bewegung in das Zentrum zu bekommen. Weil so kann man auch mal einen gefährlichen langen Ball spielen."

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Stamm wird sich das in dieser Woche (erneut) zum Thema gemacht haben. Die Partie am Sonntag gegen Darmstadt wird zeigen, ob seine Jungs es dieses Mal besser umsetzen können.

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