Münster - Souverän runtergespielt! Dynamo Dresden ist in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen und hat dabei noch Kraft gespart. Denn beim 6:0 (5:0) gegen Westfalia Rhynern war zur Halbzeitpause dank eines dominanten Auftritts schon alles klar. Die TAG24-Noten:
Tim Schreiber: In der 15. Minute das erste Mal einen Ball in den Händen, als er einen Rhyner Pass ins Nichts abfing, in der 41. nach einer Kopf-Rückgabe von Keller das zweite Mal. Überhaupt nicht gefordert, und auch mit dem Ball am Fuß ohne Probleme. TAG24-Note: 2
Jonas Sterner (bis 79.): Er entwickelt sich jetzt wohl noch zum Torjäger? Nach dem Siegtreffer gegen Darmstadt traf er dieses Mal per Kopf zum 1:0 (8.). Mehr Scorerpunkte kamen aber nicht dazu. Note: 2
Thomas Keller: Eher selten musste er auch mal grätschen, wie in der 35. Minute gegen Koch. Hinten alles unter Kontrolle, vorn mit einem guten Freistoß (63.) aus 25 Metern, der Westfalias Keeper mal zum Show-Flug einlud. Note: 2
Friedrich Müller (bis 64.): Schon vor der Pause und auch danach mit 33,22 km/h schnellster Dynamo. Der Innenverteidiger lief und köpfte vieles weg. Er braucht aber noch ein bisschen mehr Genauigkeit im Aufbauspiel. Die Pässe kommen nicht immer so, wie sie sollten. Note: 3
Alexander Rossipal: Zwei Tore aufgelegt, einmal per Ecke, einmal per Flanke. Aber nicht alle Standards kamen so gut. Seine sechste Ecke ging sogar direkt ins Tor-Aus. Trotzdem liegt ihm das Preußen-Stadion einfach. Note: 2
Robert Wagner: Mit dem 6:0 (54.) war er auch Dynamos sechster Torschütze an diesem Tag. Aber den Ball wollte er wohl nicht mit dem Knie reindrücken. Vermeij ließ gönnerhaft durch – Wagner reaktionsschnell mit seiner Tor-Premiere. 12,7 Kilometer waren mal wieder Topwert. Note: 1
Ben Bobzien überragt in der ersten DFB-Pokalrunde als Spieler des Spiels
Nicolai Rapp (bis 79.): In den ersten 45 Minuten hatte er als lauffreudigster Dresdner 6,7 Kilometer runtergespult. Das zeigt, wie er hinten mit abräumte und sich vorn immer wieder mit einschaltete. Sein erstes Tor (29., per Kopf) verhinderte aber ein Rhynaer noch auf der Linie. Note: 2
Niklas Hauptmann (bis 64.): Drehung, Schuss, Tor! Perfekter Ablauf bei seinem Treffer zum 2:0 (17.), da konnten drei Blaue nur zuschauen. Zudem noch mit Auge und gutem Pass in die Schnittstelle für Inanoğlu (39.) aufgelegt. Mit neun gewonnenen Zweikämpfen zur Pause ebenfalls ganz vorn. Note: 1
Kaan Inanoğlu (bis 64.): In der 16. Minute noch aus fünf Metern mit links den Ball weit drübergehauen, vier Minuten später wieder mit links zu zentral abgeschlossen. Mit dem rechten Fuß (39., 5:0) traf er dann endlich auch noch. Note: 2
Vincent Vermeij: Hatte mit Philipp Ratz – 1,94 Meter und um einiges breiter – eine echte Kante gegen sich. In der 30. Minute hatte sich der Niederländer aber mal weggestohlen und souverän gegen den Torwartlauf zum 3:0 eingeköpft. Vorm 6:0 (54.) perfekt durchgelassen. Nach fast einer Stunde hatte der Stürmer noch Tor Nummer sieben auf dem Kopf – drüber. Note: 2
Ben Bobzien: Konnte sich immer wieder verhältnismäßig leicht über links durchsetzen und hätte noch das ein oder andere Tor mehr machen können. Das 4:0 (34.) war der typische Bobzien-Stil, in dem er auch für Vermeij (30.) und Wagner (54.) auflegte. Zurecht Spieler des Spiels. Note: 1
Ahmet Muhamedbegovic (ab 64.): Sammelte seine ersten Pflichtspielminuten, wurde aber gegen den Viertligisten nicht wirklich geprüft. Er reihte sich zumindest nahtlos ein. Note: 3
Jonas Oehmichen (ab 64.): Kaum eingewechselt musste der Youngster richtig einstecken. Ratz traf ihn deutlich zu spät am rechten Fuß, das schmerzte brutal. Danach aber immer anspielbereit und Initiator. Er wollte den Ball und hätte sich fast noch belohnt, wurde aber im letzten Moment geblockt (78.). Note: 2
Jakob Lemmer (ab 64.): Verschenkte in der 74. Minute Tor Nummer sieben, weil er bei seinem Antritt in Überzahl den Pass auf Bobzien verweigerte. Das war ein Tick zu viel Ehrgeiz. Note: 3
Lukas Boeder (ab. 79.): -
Simon Straudi (ab. 79.): -