Dynamo-Rückkehrer Keller schwärmt von Kulisse: "Deswegen bin ich wiedergekommen"
Dresden - Wenn die Null hinten steht, verlierst du das Spiel nicht. Wenn du dann vorn zumindest einmal knipst, gewinnst du. So geschehen bei Dynamo Dresdens 1:0 am Sonntag gegen Darmstadt. Für Abwehrchef Thomas Keller (27) der erste Sieg als "richtiger" Dresdner. Er war begeistert - auch vom Flair.
Nach einem halben Jahr Leihe kam er vor sechs Wochen fest zur SGD. Ein Gewinn, auch für ihn. Das war auch am Sonntag wieder zu sehen. Schon beim Einlaufen war da Gänsehaut. Die über 30.000 Fans machten Spektakel, dazu noch die geile Choreo. Mit einem halben Auge hat auch Keller darauf geschaut.
"Ja, natürlich, wenn man einläuft, kriegt man das natürlich mit. Macht Spaß. Deswegen bin ich auch wieder hergekommen, weil unsere Heimspiele sind einfach unfassbar geil mit den Fans. Wir versuchen, ihnen einfach mit guter Leistung etwas zurückzugeben", strahlte er.
Punktemäßig hat das geklappt, auch weil die Abwehr bestens funktionierte. "Zu null ist wichtig. Wir haben wenig zugelassen hinten. Ich kann mich jetzt nicht erinnern an eine Großchance von Darmstadt, deswegen bin ich sehr zufrieden", so der 27-Jährige.
"Ich glaube, wir haben es einfach als Team gut gemacht, vorne immer wieder gut Druck gemacht. Wenn wir es mal nicht geschafft haben und ein bisschen tiefer verteidigen mussten, haben wir trotzdem gut verschoben."
Thomas Keller erklärt Überzahl-Problem
Dass es in der zweiten Hälfte gerade nach der Ampelkarte für Lilie Kai Klefisch (26) etwas zäh daherkam, dafür hatte Keller eine einfache Erklärung.
"Das ist eben dann dieser schmale Grat, was machst du dann? Spielst du nach vorn Risiko oder entscheidest du dich dann vielleicht doch dafür, nur den Nebenmann zu suchen? Zweiteres war öfter der Fall jetzt bei uns. Aber ich sage, solange wir da hinten gar nichts mehr zulassen, ist das in Ordnung", sagte er, fügte aber auch an, dass Dresden "ein bisschen passiver geworden" ist.
"Wir wollten natürlich jetzt nicht vollends Risiko gehen, war ja auch keine Not da. Aber ich denke, wir sollten trotzdem dann versuchen, noch mehr aufs zweite Tor zu gehen, unsere Außen besser in die Eins-eins-Situationen zu bringen, um nachzulegen und das Spiel zuzumachen."
Hinten weiter so sicher und vorn noch zielstrebiger - das sind die Aufgaben für die nächsten Wochen. "Kelle" & Co. haben noch Steigerungspotenzial - gut so.
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Titelfoto: Fotomontage (2): Lutz Hentschel, IMAGO / Lobeca

