Dynamo-Torschütze Wagner erzwingt das Glück gegen seinen Ex-Club: "Hoffe, Jungs sind mir nicht böse"
Dresden - Dynamos wichtigster Spieler? Da kommen beim 3:0 (2:0)-Erfolg vom Freitag gegen Greuther Fürth sicherlich einige infrage. Ein paar würden sich vielleicht auch für Hendry Aron Blank (22) entscheiden. Denn der Fürther hatte gleich zweimal entscheidend seinen Fuß im Spiel.
Fürths Abwehrspieler fälschte sowohl das 1:0 von Robert Wagner (31.) als auch das 2:0 von Ben Bobzien (41.) unhaltbar für seinen Keeper ab - ließ bei beiden einen richtig fetten Knoten platzen.
"Es hat sich vielleicht ein bisschen angestaut über die Wochen, das musste raus. Ich hoffe, die Jungs aus Fürth sind nicht böse", gestand mit Wagner einer der Matchwinner über seinen Jubel nach seinem zweiten Liga-Tor in Schwarz-Gelb.
Ein unbedeutendes Tor in Heidenheim, davor traf der Mittelfeldspieler am 4. Mai 2024 noch für Greuther Fürth im Bundesliga-Unterhaus. Ist der Tor-Knoten jetzt endlich geplatzt?
"Der ist ja schon geplatzt. Das ist nur mein zweites Saisontor", scherzte der Mittelfeldspieler. Beim Erstrunden-Duell im DFB-Pokal gegen Westfalia Rhynern hatte der 23-Jährige erstmals getroffen. "Ich bin froh, wenn ich der Mannschaft helfen kann mit Toren. Das ist nicht meine Hauptaufgabe, aber ich bin froh, wenn ich mal Tore schießen darf."
Sein Führungstreffer fiel in einer Phase, in der die Gäste aus Franken durchaus hätten selbst schon in Führung gehen können. "Fürth hatte auch Phasen gegen unser Tor. Die haben wir aber erfolgreich überstanden, haben die Null gehalten, was sehr wichtig ist", erklärte Wagner. "Die wichtigen Phasen haben wir gut verteidigt. Ich bin sehr, sehr stolz auf die Jungs."
Robert Wagner bedankt sich beim Fußballgott
Mit den zwei abgefälschten Toren und der Gelb-Roten Karte für Blank (62.) war beim dritten Heimsieg in dieser Saison aber auch ein bisschen Glück dabei - genau das hatte dem nun ehemaligen Schlusslicht zuletzt häufiger gefehlt.
"Glück kann man sich erzwingen! Wir sind immer klar geblieben in den letzten Wochen, haben nie aufgehört. Und dann ist es, glaube ich, ganz gut, dass der Fußballgott uns mit solchen Toren mal was zurückzahlt."
Zum endgültigen Glück fehlt Wagner & Co. aber jetzt noch eins: "Zu Hause sind wir sehr, sehr gut. Das müssen wir jetzt auch in die Auswärtsspiele transportieren." Die erste Chance dazu gibt's nach der Länderspielpause am 22. November in Kaiserslautern.
Titelfoto: Lutz Hentschel
