Dynamo zweimal live gesehen und infiziert: Neuzugang Covic schwärmt vom "Wahnsinn"
Dresden - Dynamo zweimal live gesehen und schon infiziert: Patrice Covic (19) war als kleines Kind mit seinen Eltern im Rudolf-Harbig-Stadion und war begeistert. Dann hat er im Oktober 2019 das Pokalspiel der Hertha gegen Dresden gesehen, als Papa Ante (51) die Berliner trainierte und das halbe Olympiastadion schwarz-gelb war. "Das war Wahnsinn!" Jetzt spielt er selbst für Dresden.
"Klar habe ich das als Kind schon mitbekommen. Ich war, glaube ich, sechs. Die Atmosphäre im Stadion auch jetzt das Spiel gegen Bochum war schon sehr beeindruckend. Und deswegen kann ich es kaum abwarten, dass ich hier meine ersten Spiele mache", strahlt der 19-Jährige, der schon in seinem ersten Gespräch eine enorme Energie versprüht.
"Berlin ist jetzt auch nicht allzu weit entfernt. Dynamo ist bekannt für seine Fans, für das Stadion, für diese Wucht. Ja, ich war früher auch schon ein fußballverrückter Typ. Dann dachte ich mir, gehe ich einfach mal ins Stadion mit meinen Eltern. Das war auf jeden Fall unfassbar", so die Leihgabe des SV Werder.
Seine Entscheidung für das eine Jahr sieht er als "100 Prozent richtig für mich an". Nachdem er gegen Bochum schon mal die Luft schnuppern durfte, will er am Samstag in Braunschweig von der Leine gelassen werden und nicht nur da.
Covic: "Ich möchte versuchen, so gut es geht dem Spiel meinen Stempel aufzudrücken und Verantwortung übernehmen. Da ist es, glaube ich, auch egal, ob ich 19 Jahre alt bin, ob ich 24 Jahre alt bin. Das Selbstvertrauen ist einfach da. Ich glaube, das muss auch da sein. Ich bin ein Junge, der brennt."
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Patrice Covic würde gern gemeinsam mit Niklas Hauptmann auf dem Platz stehen
Ganz so einfach wird das nicht werden. Auf seiner Lieblingsposition spielt mit Niklas Hauptmann (30) der Kapitän und absolute Leistungsträger der SGD.
"Ich glaube, Konkurrenz ist immer wichtig. Ich glaube, nur so kann man auch selber an sich wachsen und die nächsten Schritte gehen. Klar weiß ich, was er für Qualitäten hat. Aber ist doch auch nicht ausgeschlossen, dass ich vielleicht zusammen mit ihm auf dem Platz stehe. Ich hätte auch sehr, sehr viel Lust, wenn ich sehe, wie er kickt. Ich glaube, es könnte gut harmonieren", sagt Covic mit einem herrlich frechen Grinsen.
Ob sich Trainer Thomas Stamm (43) dazu durchringen kann, wird sich am Samstag in Braunschweig zeigen. Auf alle Fälle könnte Dynamo gerade jetzt so ein Schuss Unbekümmertheit nicht schaden.
Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel, IMAGO/Steffen Kuttner
