Echtes Leckerli! Dynamos Straudi zündet den Turbo und feiert seine Tor-Premiere
Dresden - Viel Zeit, um diesen besonderen Sonntag zu feiern, hatte Simon Straudi (27) nach dem Derby-Erfolg gegen den 1. FC Magdeburg nicht. Dynamo Dresdens Außenverteidiger musste schnell nach Hause. Nala wartete sehnsüchtig auf die Rückkehr des Südtirolers!
"Ich muss jetzt erst mal nach Hause zum Hund, der ist alleine", meinte Straudi nach einem kleinen Interview-Marathon und versprach für den Weimaraner-Vizsla-Mischling ein "Extra-Leckerli". Mindestens eins hätte er sich durchaus aber auch verdient.
Denn binnen zwei Spielen hat sich der Rechtsverteidiger mal komplett auf Links gedreht und einfach mal auf der anderen Seite festgespielt - und für unbändigen Jubel gesorgt.
"Das ist mein erstes Tor im Profibereich. Und dann bei so einem Spiel, bei so einer Lage. Ein unfassbares Gefühl. Aber ich bin grundsätzlich froh, dass wir gewonnen haben. Das ist das Wichtigste", erklärte der Torschütze zum 2:0.
Der Treffer in der 50. Minute war die vorzeitige Krönung für eine richtig starke Leistung des Rechtsfußes. Schon vor einer Woche bei seinem ersten Einsatz als Linksverteidiger machte der Sommerneuzugang von Energie Cottbus ein gutes Spiel.
Gegen den FCM explodierte er förmlich noch einmal - und zündete als Schnellster aller 31 eingesetzten Akteure mit 34,52 km/h auch noch den Turbo. "Ich weiß schon, dass ich schnell bin. Aber klar, es kommt immer auf die Situation an. Manchmal hat man Spiele, wo du es einfach nicht so zeigen kannst, weil es die Situation nicht gibt", gab Straudi zu.
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Exklusive News rund um die SGD
- Spielberichte, Transfers & Hintergrundinfos
- Jederzeit abbestellbar
SGD-Akteur Simon Straudi überzeugt auf links
In dieser Form ist er trotz eines wieder fitten Alexander Rossipal (30) nur schwer von der linken Seite zu verdrängen. "Da müsst ihr den Trainer fragen. Es kommt jede Woche aufs Neue an. Wie man unter der Woche performt. Ich glaube, jeder will immer spielen und versuchen, das Beste zu machen", bleibt der 27-Jährige bescheiden.
Und der Trainer? "Solche Jungs brauchen wir, die für den Moment eine gewisse Rolle akzeptieren, aber jeden Tag Vollgas geben. Ein sehr fleißiger Junge, der gut zu uns passt. Es soll die nächsten Wochen so sein, dass Alex der Herausforderer für einen ist, der es gerade gut macht", bestätigte Coach Thomas Stamm (43).
Eigentlich sollte Straudi auf der rechten Seite den Konkurrenzkampf erhöhen. Er hat die Rolle angenommen - ohne zu murren. "Es gehört immer ein bisschen Glück dazu. Aber mein Job ist es, mich auf mich zu fokussieren, meine Leistung zu bringen", machte er deutlich.
"Klar, jetzt ist es gerade sehr cool. Das hätte ich mir wahrscheinlich nicht vorstellen können am Anfang der Saison. Aber ich bin sehr, sehr happy und versuche, einfach weiterzumachen."
Titelfoto: Fotomontage (2): Lutz Hentschel, IMAGO/Jan Huebner

