Fünfte Variante im siebten Spiel möglich! Wie wird heute Dynamos Innenverteidigung aussehen?
Dresden - Ertönt am heutigen Samstag um 13 Uhr die Pfeife beim VfL Osnabrück, dann ist Dynamo Dresdens letztes Pflichtspiel nicht ganz 21 Tage her. Im Profifußball eine ziemlich lange Zeit, mit der aber Dresdens Coach Thomas Stamm (43) keine Probleme hat. Denn Nationalspieler gab's nur einen abzustellen.
Friedrich Müller (20), der bei Deutschlands "U20" mehrfach zum Einsatz kam, ist rechtzeitig und mit positiven Rückmeldungen wieder zurückgekommen. "Eine Woche Training haben wir ja sonst auch immer nur. Er konnte alles mitmachen, ist voll integriert", meint Stamm. Und: "Wichtig ist, dass er auch für das, was er die letzten Monate, Wochen von positiven Spielen gezeigt hat, belohnt wird. Er ist mit viel Selbstvertrauen zurückgekommen."
Müller könnte es gebrauchen, denn hinten in der Innenverteidigung fehlt eine Stammkraft weiterhin. Thomas Keller (27) wird nach seiner Kopfverletzung noch eine Weile ausfallen. "Das wird noch dauern, Friedrich ist natürlich immer eine Option", erklärt der Schweizer Trainer.
Allerdings nicht die einzige. In Sachen Innenverteidigung ist die SGD üppig aufgestellt. Zuletzt beim 0:2-Test in Teplice durften sich Ahmet Muhamedbegovic (27) und defensiver Mittelfeldmann Nicolai Rapp (29) 60 Minuten lang versuchen.
Stehen die beiden auch am Samstag von Beginn an hinten drin - oder Müller mit Rapp -, dann wäre es bereits das fünfte Innenverteidiger-Duo im siebten Ligaspiel.
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Hinten links drückt bei Dynamo Dresden der Schuh
"Wir lassen ihn da nicht laufen, weil wir zu wenige Innenverteidiger hatten. Die Vorbereitung hat er da sehr gute Spiele gemacht, wie grundsätzlich schon im Profibereich. Das ist natürlich eine Option, machen wir schon aus einem bewussten Gedanken heraus", meint Stamm mit Bezug auf den Rapp-Versuch in Teplice.
Auch Till Neininger (19) sei zu "einhundert Prozent immer ein Thema, weil er über weite Strecken gegen Hertha ein gutes Spiel gemacht" und es "verdient" hat. Allerdings deutete Stamm an, dass er (konditionell) andere Optionen bevorzugt.
"Trotzdem muss es auch möglich sein, auf defensiven Positionen durchzukommen, dass wir nicht wechseln müssen. So, dass wir eine gewisse Stabilität haben, dass wir dann auch in den vorderen Positionen immer wieder ins Wechseln kommen. Das ist immer eine Abwägung", so der 43-Jährige.
Der Schuh drückt jedenfalls hinten links. Denn Alexander Rossipal (30) und Brooklyn Ezeh (25) sind nach ihren Erkrankungen noch fraglich. In Teplice war Simon Straudi (27) der erste Ersatz, machte seine Sache gut.
Titelfoto: IMAGO/Steinsiek.ch

