Gegner im Formtief! Dynamos Chancen auf der Ostalb
Dresden - Die Ausgangslage ist gleich. Mit drei Punkten und einer Tordifferenz von minus zwei gehen der 1. FC Heidenheim und Dynamo Dresden am Samstag um 13 Uhr in den 3. Spieltag. Die Gemütslage könnte aber unterschiedlicher nicht sein. Der Bundesliga-Absteiger ist im Tief, die SGD im Hoch.
Das 1:4 in der Liga bei der Hertha und vor allem das 2:5 im DFB-Pokal bei Regionalligist Jeddeloh II haben auf der Ostalb Spuren hinterlassen. In allen drei Pflichtspielen kassierte Heidenheim zwölf Gegentore. Defensiv liegt also alles im Argen. Der Haussegen hängt schief. Zudem musste Dauer-Trainer Frank Schmidt (52), es ist seine 20. Saison beim FCH, in dieser Woche auch noch zwei personelle Rückschläge verkraften.
Mit Marvin Pieringer (26, nach Paderborn) und Adrian Beck (29, Osnabrück) verließen zwei Stammkräfte den Verein.
Das alles könnte die Chance für Dynamo sein. Sofort draufgehen, Druck ausüben, selbst das Spiel machen, den über Maßen verunsicherten Gegner zu Fehlern zwingen und auf ein frühes Tor gehen - das sollte die Marschroute der Schwarz-Gelben am Samstag sein. Auf dem Papier zumindest.
Das Selbstvertrauen sollte nach dem 1:0 gegen Darmstadt und dem 6:0 in Münster im Pokal gegen Rhynern ohnehin vorhanden sein.
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Trotz Formtief des Gegners: SGD-Coach Stamm mahnt zur Vorsicht
Auf der anderen Seite sollte sich Dresden darauf einstellen, auf einen wütenden Gegner zu treffen. Sportchef Sören Gonther (39) sprach von einem "angeschlagenen Boxer". Da wollte Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43) nicht vollends mitgehen: "Heidenheim hat in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen Konstellationen immer wieder gezeigt: Wenn es eng wird, sind sie sehr widerstandsfähig und haben eine Antwort parat", sagt er und verweist auf den Endspurt der Vorsaison.
"Da war Heidenheim gefühlt nach dem 25. Spieltag abgestiegen, am Ende wurde es noch einmal richtig eng."
Stamm schaut eher auf die Stärken des Gegners. "Der FCH verteidigt sehr mannorientiert und eklig, hat ein wuchtiges und zielstrebiges Umschaltspiel. Wir müssen sehr aufmerksam sein, brauchen ein sehr gutes Spiel, um zu punkten."
Der 43-Jährige sieht aber auch, dass sein Team Schritte nach vorn gegangen ist. Zweimal in Folge spielte Dresden zu null. Gegen Rhynern traf die SGD sechsmal. Vor allem im Spiel mit dem Ball würden die Abläufe schon "besser greifen", erklärt er: "Wir stehen deutlich kompakter und haben eine andere Intensität. Auch bei Standards sind wir besser geworden. Wir können gegen jeden Gegner Punkte sammeln", ist er sich sicher.
Titelfoto: Fotomontage (2): IMAGO/Noah Wedel, IMAGO/DeFodi

