Dresden - 30.849 Zuschauer waren beim 1:0-Sieg von Dynamo Dresden gegen den SV Darmstadt im Stadion. Eigentlich war es sogar einer mehr. Ein gern gesehener. Aber Lars Bünning (28) braucht keine Eintrittskarte. Er gehört zum Team. Erstmals seit seiner Hirnblutung vor drei Monaten war er wieder im SGD-Wohnzimmer. Sehr schön!
Der 28-Jährige absolviert derzeit seine Reha in Hamburg. Den Heimspielauftakt wollte er sich aber nicht entgehen lassen.
"Latzo" nahm auf der Pressetribüne neben Kumpel Stefan Kutschke (37) Platz und verfolgte das Spiel. Die Freude über den Sieg seiner Jungs war ihm danach anzusehen.
Noch begeisterter waren sie von seinem Besuch. "Wir freuen uns extrem, dass wir sein Gesicht wieder in unseren Reihen haben", sagte Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43).
"Lars gibt das Tempo vor", so Stamm: "Ich hatte in dieser Woche ein längeres Gespräch mit ihm. Er hat dann direkt gesagt, er hat Bock, am Sonntag im Stadion zu sein. Alles noch so, dass es für ihn passt. Lars war dann ganz normal dabei und voll mit drin noch vorm Spiel in der Kabine. Er war auch die letzten Tage schon bei uns im Trainingszentrum", sprudelte es aus dem Trainer regelrecht heraus.
Dynamo Dresden: Thomas Keller macht Teamkollege Lars Bünning Mut
"Ihn zu sehen, tut einfach nur gut, weil er dann fester Bestandteil ist", fuhr Stamm fort: "Wir probieren, ihn da die nächsten Wochen - so, wie wir es bis jetzt auch gemacht haben - einfach weiterhin zu unterstützen, und dann schauen wir, wo die nächsten Schritte bei ihm hingehen."
Bünnings Kommen hat den Spielern Mut gemacht, der Dreier war auch ein bisschen für ihn und seine Genesung.
"Ich habe ihn zum zweiten Mal gesehen seit der Sache", erklärte Abwehrchef Thomas Keller (27): "Es ist ein schönes Gefühl, dass er wieder da ist, dass er wieder vorbeischaut. Ich glaube, er hat noch ein bisschen Weg vor sich, aber es ist einfach schön zu sehen, dass er wieder da ist. Er kämpft sich zurück", macht er umgedreht auch seinem Teamkollegen Mut.
Tabelle 2. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Nürnberg | 2 | 7:2 | 6 | |
| 2 |
|
Hertha BSC | 2 | 5:1 | 6 | |
| 3 |
|
Karlsruher SC | 2 | 2:1 | 4 | |
| 4 |
|
VfL Wolfsburg | 2 | 1:0 | 4 | |
| 5 |
|
Eintracht Braunschweig | 2 | 6:2 | 3 | |
| 6 |
|
Arminia Bielefeld | 2 | 4:2 | 3 | |
| 7 |
|
VfL Bochum 1848 | 2 | 1:1 | 3 | |
| 8 |
|
FC Energie Cottbus | 2 | 3:4 | 3 | |
| 9 |
|
1. FC Heidenheim | 2 | 5:7 | 3 | |
| 10 |
|
1. FC Magdeburg | 2 | 4:6 | 3 | |
| 11 |
|
SG Dynamo Dresden | 2 | 1:3 | 3 | |
| 12 |
|
Holstein Kiel | 2 | 4:4 | 2 | |
| 13 |
|
FC St. Pauli | 2 | 3:3 | 2 | |
| 14 |
|
1. FC Kaiserslautern | 2 | 0:0 | 2 | |
| 15 |
|
SV Darmstadt 98 | 2 | 2:3 | 1 | |
| 16 |
|
SpVgg Greuther Fürth | 2 | 3:5 | 1 | |
| 17 |
|
Hannover 96 | 2 | 1:4 | 0 | |
| 18 |
|
VfL Osnabrück | 2 | 3:7 | 0 | |
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.