Inanoglus Mindset als Anleitung für Dynamo: "Ich habe Vertrauen"
Dresden - Kaan Inanoglu (21) kam zu Dynamo Dresden, um zu lernen. Doch gerade in der so üppig langen Länderspielpause kann sein Arbeitgeber - beziehungsweise können einige seiner Kollegen - was vom 21-Jährigen lernen. Besonders in Sachen Einstellung!
"Ich muss mich einfach auf die Dinge fokussieren, die ich beeinflussen kann und geduldig sein, weil das alles mit der Zeit kommt. Aber was wichtig ist: Dass ich jeden Tag lernen will, dass ich auch mit meinen Mitspielern eine gute Verbindung habe, ein gutes Verhältnis. Denn wir sind nicht nur Fußballspieler, sondern auch Menschen", erklärt Inanoglu kurz nach dem Ende einer kleinen Auszeit.
Coach Thomas Stamm (43) hatte seinen Dynamos vier Tage frei gegeben, um mal abzuschalten, mal nicht an Fußball, Tabellenplatz 17 und vier Punkte aus sechs Spielen zu denken.
Inanoglu war bei seiner Schwester in Paris, die in der französischen Hauptstadt studiert. "Gutes Essen, das Wetter genießen - und natürlich unsere Läufe", beschreibt der Stürmer seine Auszeit. "Das ist mental nicht immer so einfach, auch physisch. Deswegen ist es sehr, sehr wichtig, dass man sich Zeit nimmt, den Kopf freizulassen. Jetzt bin ich wieder hier, frisch und bin sehr gespannt auf die nächsten Wochen."
Das, was bisher war, das zählt nicht mehr. Inanoglu hat das "Mindset, das aus dem Kopf zu nehmen und weiterzumachen, Schritt für Schritt", macht er klar. "Ich sehe das nicht so, als wäre es eine schwere Phase. Das gehört dazu, dass manches nur eine Frage von Zeit ist. Das ist kein Sprint, das ist ein Marathon." Das gilt für den Youngster wie auch für die SGD.
SGD-Akteur Inanoglu genießt die Arbeit mit seinen Teamkollegen
Vier Spiele hat der Regionalliga-Bomber (16 Tore/fünf Vorlagen in 17 Spielen 2025) in dieser Saison gemacht, zwei von Beginn an. Zuletzt kam er aber zweimal nicht zum Einsatz.
"Am Ende des Tages sind wir Profifußballer, ich liebe Fußball und mache das gern. Ich komme jeden Tag früh hierher, bleibe bis spät. Das macht mir Spaß, deswegen ist es für mich keine schwierige Zeit. Ich bin einfach sehr, sehr dankbar, dass ich hier sein und mit den Jungs auf dem Platz spielen kann", meint er.
Inanoglu sollte so ein Vorbild für Schwarz-Gelb in dieser kritischen Phase sein. Geduld ist gefragt, auch wenn der in den USA geborene Türke damit selbst mitunter seine Schwierigkeiten hat. "Das ist ein anderes Thema", grinst er.
"Manchmal bin ich nicht so geduldig. Aber ich bin ein junger Spieler, deswegen muss ich einfach Schritt für Schritt gucken. Ich gehe meinen Weg. Ich habe Vertrauen, dass alles am Ende klappen wird, wie es klappen soll."
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Titelfoto: Lutz Hentschel

