Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit! Dynamo und die Probleme mit dem Tor

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Dresden - Der 1. FC Kaiserslautern hat in dieser Saison erst sechs Tore geschossen - und damit zwei weniger als Dynamo Dresden. Lautern ist mit elf Punkten aber Fünfter, die SGD mit vier Vorletzter. Nach der nächsten Länderspielpause geht es für die Schwarz-Gelben auf den Betzenberg. Bevor es so weit ist, warten fünf Gegner auf Augenhöhe. Mal wieder Wochen der Wahrheit - in denen muss gepunktet werden!

Den Ball ins Tor tragen oder andersherum funktioniert nicht. Dynamo muss sich mehr trauen.
Den Ball ins Tor tragen oder andersherum funktioniert nicht. Dynamo muss sich mehr trauen.  © Lutz Hentschel

Und vor allem getroffen werden. Denn: Wer viele Gegentore - 14 sind es bei Dynamo, vier dagegen nur bei Kaiserslautern - frisst, muss vorn noch öfter knipsen. Klappt bisher nicht wie gewünscht.

Zwar liegt die Stamm-Elf mit ihren geschossenen Treffern und auch mit den erspielten Großchancen pro Spiel (5,0 sind es im Schnitt) irgendwo im Mittelfeld. Aber da gibt es noch andere Statistiken.

Im Ligavergleich ist es Platz 17 bei den Torschüssen pro Partie. 12,7 Torschüsse pro Partie hat Dynamo, nur Darmstadt schießt seltener. Ähnlich mies stehen die Dresdner bei den xGoals (erwartbare Tore): Prognostizierte 7,46 bedeuten Rang 16.

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Dynamo Dresden Verteidiger? Sechser? Dynamo-Allrounder Rapp beantwortet Positions-Frage

Allein die Daten zeigen: Dynamo macht nicht alles falsch. Was bislang fehlt, ist Kaltschnäuzigkeit. Auch das belegen die Daten. Im Vergleich zur vergangenen Rückrunde hat sich bei der Zahl der Torschüsse kaum etwas verändert: 12,8 waren es damals pro Spiel. Ein absolut durchschnittlicher Wert. Verändert hat sich jedoch die Ausbeute.

Während die Dresdner damals mit 35,7 Prozent die beste Chancenverwertung der Liga aufwiesen, sind es aktuell nur noch 26,7 Prozent.

SGD-Angreifer Vermeij voller Zuversicht vor Osnabrück-Duell

Standardsituationen sind immer ein gutes Mittel, um die Kaltschnäuzigkeit wieder unter Beweis zu stellen.
Standardsituationen sind immer ein gutes Mittel, um die Kaltschnäuzigkeit wieder unter Beweis zu stellen.  © imago/Beautiful Sports

Das liegt mit, aber nicht nur, an den offensiven Spielern. Ben Bobzien (23) und Vincent Vermeij (32) liegen derzeit bei jeweils einem Treffer. Die anderen sechs erzielten Mittelfeld- und Abwehrspieler - Jonas Sterner (24, 2), Patrice Covic (19), Robert Wagner (23), Nicolai Rapp (29) und Thomas Keller (27, je 1).

"Ich würde auch gern jedes Mal drei Tore schießen", sagt Vermeij darauf angesprochen. "Aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich nächste Woche keine mehr schießen kann. Man muss sich das Gefühl in den Trainingsstunden und -tagen wieder erarbeiten. Die letzten Einheiten haben sich gut angefühlt", meint der Sturmtank.

Dynamo muss sich die Intensität bewahren, so der Niederländer, und verweist auf die Hertha. Da lief er bis zu seiner Auswechslung 10,9 Kilometer - für einen Stürmer überragend. Er gewann acht von neun Kopfballduellen, legte ein Tor auf und arbeitete, bis nichts mehr ging.

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"Ich bin mir sicher, wenn wir weiter so intensiv spielen, werden wir uns auch wieder belohnen." Am besten schon in Osnabrück.

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Titelfoto: Lutz Hentschel

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