Nach Dynamo-Abgang zum DFB: Das sind die berühmten Vorgänger von Baur

Dresden - Mika Baur (22) war der 1000. Nationalspieler des DFB. Beim 2:0 in München über Serbien gab er sein Debüt. Auf der anderen Seite ist er der neunte Ex-Dynamo, der nach seinem Weggang aus Dresden für den gesamtdeutschen Verband spielte. Seine Vorgänger haben alle Kultstatus.

Strahlemann Mika Baur (22, M.) vor seinem Debüt mit Bundestrainer Jürgen Klopp (59).  © IMAGO/Schüler

Matthias Sammer (59): Hatte bereits 21 Länderspiele für die DDR bestritten, dann kam die Wende. 51 für den DFB kamen hinzu. Als erster Spieler aus der DDR wurde er in die gesamtdeutsche Nationalmannschaft unter Berti Vogts (79) berufen.

Sein erstes Spiel war am 19. Dezember 1990 gegen die Schweiz in Stuttgart (4:0), da trug er schon das Trikot des VfB Stuttgart.

Seine Erfolge sind auch nach seiner Dynamo-Zeit legendär. Europameister 1996, Deutscher Meister mit Stuttgart und Dortmund, Champions-League-Sieger mit dem BVB 1997, Meister 2002 mit dem Verein als Trainer. Sammer ist der letzte Deutsche, der Europas Fußballer des Jahres wurde, und zwar 1996.

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Matthias Sammer (59, l.) debütierte für den DFB unter Bundestrainer Berti Vogts (79).  © Oliver Berg/dpa

Ex-Dynamo Kirsten kommt auf 100 A-Länderspiele

Ulf Kirsten (60) bestritt insgesamt 100 A-Länderspiele, 51 für den DFB.  © Lutz Hentschel

Ulf Kirsten (60): 49-mal für die DDR, 51-mal für das wiedervereinte Deutschland. Sein erstes Spiel im Trikot der DFB-Elf absolvierte er am 14. Oktober 1992 beim 1:1 gegen Mexiko im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion, da spielte er längst für Leverkusen.

2000 absolvierte er bei der EM in den Niederlanden und Belgien beim 0:3 gegen Portugal in Rotterdam sein 100. und letztes A-Länderspiel. Für Bayer bestritt er 350 Spiele (184 Tore), wurde 1993 DFB-Pokalsieger.

Alexander Zickler (52): Bestritt 18 Bundesligaspiele für die SG Dynamo, wechselte 1993 zum FC Bayern, der die SGD mit der Ablöse am Leben erhielt. Zickler wurde mit den Bayern siebenmal Meister, dreimal Pokalsieger und holte 2001 die Champions League. In zwölf Länderspielen traf er zweimal.

Jeremies spielte auch acht Jahre für den FC Bayern München

Nach seiner Zeit in Dresden spielte Jens Jeremies (52, r.) unter anderem acht Jahre für den FC Bayern München.  © Uli Deck/dpa

Jens Jeremies (52): Auch er ging nach zehn Bundesligaspielen von Dresden nach München, erst ab 1995 für drei Jahre zu den Löwen, dann acht Jahre zu den Bayern. Er wurde sechsmal Meister und viermal Pokalsieger, gewann mit Zickler 2001 die Champions League. "Jerry" bestritt 55 Länderspiele, wurde 2002 in Südkorea Vize-Weltmeister.

Olaf Marschall (60): Er war schon vor seiner Dresdner Zeit DDR-Nationalspieler. Bei Dynamo spielte er in der Saison 1993/1994, schoss in 33 Spielen elf Tore, wechselte dann zum 1. FC Kaiserslautern, mit dem er 1998 Meister wurde. Er bestritt 13 Länderspiele für den DFB.

Sven Kmetsch (56): Von 1989 bis 1995 absolvierte er 102 Spiele für Dynamo, schoss sieben Tore. Nationalspieler - er bestritt insgesamt zwei Länderspiele - wurde er im Trikot des Hamburger SV.

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Absolutes Urgestein von Dynamo Dresden ist auch dabei

Dynamo-Urgestein Heiko Scholz (60) bestritt ein Länderspiel für die DFB-Auswahl.  © Lutz Hentschel

Heiko Scholz (60): Unser Dynamo-Urgestein. Er war schon in der DDR Nationalspieler, kam auf sieben Länderspiele. Sein einziges für den DFB bestritt er auch noch in Dresden, am 14. Oktober 1992 gegen Mexiko. Da spielte er schon für Leverkusen, mit Bayer wurde er 1993 DFB-Pokalsieger.

Robert Andrich (32): Wie bei Mika Baur konnte man es eigentlich nicht fassen. Er und Nationalspieler? Ja! In Dresden stand er am Anfang seine Karriere, spielte selten von Beginn an. In 18 Monaten von Februar 2015 bis Sommer 2016 kam er auf 21 Einsätze und ein Tor. Später holte er 2024 mit Leverkusen das Double, nahm an der EM 2024 teil. Bisher bestritt er 19 Länderspiele.

Für andere Nationen spielten: Mark Schwartzer (Australien/109 Länderspiele); Joshua Kennedy (Australien/36); Vincenzo Grifo (Italien/9); Ransford Königsdörffer (Ghana/7); Sascha Horvath (Österreich/2); Vasil Kusej (Tschechien/7); Dzenis Burnic (Bosnien-Herzegowina/22).

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