Standard-Probleme bei Dynamo? So will Stamm die Lilien-Kanten stoppen!
Dresden - Nach der klaren Auftaktpleite beim 1. FC Nürnberg (0:3) ist Dynamo Dresden auf Wiedergutmachung aus. "Es muss und wird eine Reaktion geben", kündigt Trainer Thomas Stamm (43) vor dem ersten Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Darmstadt 98 an.
In dem Zusammenhang verweist er darauf, dass die Spieler, aber auch das Trainer-Team, das Nürnberg-Spiel sehr selbstkritisch aufgearbeitet hätten.
Stamm spricht vor allem die Präsenz und Wachheit bei gegnerischen Standards an. "Wir haben von den insgesamt sieben Gegentoren in der Vorbereitung und in Nürnberg fünf durch Standards kassiert. Das haben wir noch einmal aufgearbeitet", sagt Stamm auch in Richtung der Darmstadt-Begegnung.
"Da braucht man andere Präsenz, andere Wachheit. Wir können über viele inhaltliche Sachen sprechen, aber wir müssen ganz viel auch darüber sprechen, welche Präsenz und welche Energie, welche Wachheit wir bei Standardsituationen haben."
Der nächste Gegner ist als Meister des ruhenden Balles bekannt. "Da kommt viel Wucht auf uns zu", sagt der Coach und hebt die enorme Körpergröße und Körperlichkeit bei einigen 98-Spielern hervor.
Besonders Aleksandar Vukotic (2,04 Meter) und Patric Pfeiffer (1,98 Meter) sind damit gemeint. Man darf sie nicht in die Räume kommen lassen, wo es gefährlich wird. Man muss alles dafür tun, dass es wenige Eckbälle gibt, fordert Stamm. Vukotic zum Beispiel patzte zwar in der Vorwoche beim 2:2 gegen Kiel mehrfach, köpfte aber auch nach einer Ecke das zweite Tor des SVD.
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Thomas Stamm will Eckbälle gegen den SV Darmstadt 98 vermeiden
Der Riese ist nur schwer zur Seite zu schieben. "Da gibt es Möglichkeiten. Präsenz und Timing", so Stamm.
"Am Ende haben wir auch schon gezeigt, dass wir so eine Wucht weghalten können. Und wir müssen alles dafür tun, dass es wenige bis keine Ecken gibt."
Aber auch Freistöße in Tornähe müssen weitgehend vermieden werden. So stellte Nürnberg in der Vorwoche mit dem Pausenpfiff auf 2:0.
"Es geht darum, wie man Zweikämpfe führt und wie viele Standardsituationen du zulässt", sagt Stamm: "Wenn man gefühlt 800 Eckbälle verteidigen muss, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man dadurch auch Gegentore kassiert."
Legt Stamm das Spiel komplett auf Standards aus, dürfte neben Vincent Vermeij (32) auch Christoph Daferner (28) stürmen.
Will er den sicher nicht ganz so beweglichen Lilien-Verteidigern spielerisch beikommen, wird er es mit seinen wuseligen Außenstürmen probieren. Egal, wie und wer. Hauptsache erfolgreich.
Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel, IMAGO/Jan Huebner

