Torflaute beendet: Bobzien als Matchwinner für Dynamo

Dresden - Ein Sprichwort besagt: Wahnsinn ist, immer wieder dasselbe zu probieren und andere Ergebnisse zu erwarten. Den ultimativen Wahnsinn hat zumindest Ben Bobzien am Freitagabend wieder erlebt. Dynamos Außenbahnspieler war beim dritten Heimsieg einer der Matchwinner - weil er auch über Wochen immer wieder dasselbe probierte.

Immer wieder suchte Dynamos Ben Bonzien Eins-gegen-eins-Situationen, narrte vor dem 3:0 den Ex-Dresdner Paul Will.  © Lutz Hentschel

"Einfach immer weitermachen, nicht aufgeben, sondern weiter fokussieren, versuchen, das Beste aus sich rauszuholen, der Mannschaft zu helfen und dann funktioniert es irgendwann", meinte Bobzien angesprochen auf seine Flaute in den vergangenen Wochen.

Mit einem Tor und einer Vorlage war der 23-Jährige hauptverantwortlich dafür, dass die SGD mit 3:0 gegen Greuther Fürth mal wieder ein positives Zeichen von sich gab.

Vor allem sein Tor erinnerte an den Bobzien, der in der vergangenen Rückrunde mit vier Toren und fünf Vorlagen so stark am Dresdner Klassenerhalt mitarbeitete.

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Doch damit schien auch ein Druck einherzugehen, der den Außenbahnspieler in dieser Saison ein wenig lähmte.

Immer wieder dribbelte sich Bobzien in den vergangenen Wochen fest, verschleppte in seiner typischen Art Angriffe, bis wieder zwei, drei Verteidiger vor ihm standen.

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Thomas Stamm lobt die Entscheidungsfindung von Ben Bobzien

Nach seinem Treffer zum 2:0 war Ben Bobzien (l.) kaum von seinen Teamkollegen einzufangen.  © Lutz Hentschel

"Ein Tick zielstrebiger, ein Tick mehr das Eins-gegen-eins konsequenter gesucht. Nicht so dieses Schleppen oder Warten auf den Außenverteidiger. Die Entscheidungsfindung war heute sehr gut", lobte Coach Thomas Stamm (43) die Festverpflichtung vom Sommer und auch seinen Chef, Sportgeschäftsführer Sören Gonther: "Sören hat mir gerade gesagt, er hat ihn vorher zu sich ins Büro geholt. Danke Sören!"

Vor einer Woche bei der 1:2-Niederlage in Hannover hatte Stamm Bobzien erstmals in dieser Saison nicht von Beginn an gebracht.

"Es ist immer die Entscheidung des Trainers, wer anfängt. Das respektiere ich und versuche, wenn ich spiele, das Beste von mir auf dem Platz zu lassen. Vielleicht hatte ich frischere Beine. Wir hatten auch eine englische Woche, die war auch sehr kräftezehrend", gestand der Außenbahnspieler - mit zwei Toren und zwei Vorlagen neben Niklas Hauptmann, Jonas Sterner und Vincent Vermeij Dynamos bester Scorer.

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Gut, dass mit der Länderspielpause die Beine eine gewisse Frische behalten. Denn am 22. November in Kaiserslautern haben Bobzien & Co. noch einiges vor: "Die Pause hält uns nicht davon ab, das nächste Spiel genauso zu gestalten."

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