Zwei Dynamo-Tore vorbereitet, doch Rossipal ist hin- und hergerissen
Braunschweig - Auf seine Standards konnte sich Dynamo Dresden beim 2:2 in Braunschweig verlassen. Zwei Ecken von Alexander Rossipal (30) fanden den Weg ins Ziel. Zum 1:0 traf Nicolai Rapp, zum 2:2 Thomas Keller. Seine Ecken sicherten den einen Punkt.
Rossipal war nach Abpfiff hin- und hergerissen. Im Wissen, im Vorjahr zweimal gegen Braunschweig verloren zu haben, war das zumindest ein Teilerfolg.
"Ach, ich weiß nicht. Auf der einen Seite ja, auf der anderen nein. Wir haben einen Rückstand aufgeholt. Aber wir hätten hintenraus auch noch gewinnen können. Vielleicht sehe ich es irgendwann anders, aber jetzt bin ich noch zu sehr enttäuscht darüber. Wir wollten drei Punkte. Aber jetzt nehmen wir den einen mit, er wird vielleicht noch wichtig", so der 30-Jährige.
Wichtig waren auch seine Ecken. Wurden die in der Woche vor dem Spiel noch einmal gesondert trainiert? "Gar nicht mehr als in anderen Wochen", sagt er.
"Das steht eigentlich wöchentlich auf dem Standardprogramm. Aber ja, die sind gut in den Zielraum gekommen. Ich bin froh, dass sie zum Erfolg führten."
Und da hatte Dynamo in der Vorbereitung richtig gut hingeschaut. Braunschweig hatte seine vorigen vier Gegentore alle nach Ecken gefangen. Jetzt sind es sechs.
"Ja, wir schauen immer so ein bisschen den Gegner an, wo es vielleicht Schwachstellen gibt, nicht nur im Spiel, sondern auch bei Standards. Und dann ist auch so, dass wir unseren Abläufen, auf die wir uns konzentrieren, auf unsere Stärken, auch vertrauen", so der linke Außenverteidiger.
Drei von sieben Saisontoren hat Dynamo nach Standards erzielt
Und das wird zur Stärke: Drei der sieben Dresdner Saisontore fielen nach Ecken.
Offensiv hat es gut geklappt, defensiv einmal nicht. Aus einer Ecke wurde der Elfmeter, der zum 1:2 aus Dynamo-Sicht führte. Tobias Raschl zog zu lange am Trikot von Andi Hoti.
"Da müssen wir schauen, dass wir noch besser werden", so Rossipal. Besser und auch cleverer. Das Ziehen war unnötig, weil Hoti nie und nimmer an den Ball gekommen wäre.
Und dann kommt der Fakt, der Rossipal ärgert, weil eben noch mehr drin war. Nach dem Ausgleich von Keller nach 72 Minuten spielte nur noch Dresden.
"Ich glaube, wir hatten dann noch mal ein, zwei sehr gute Möglichkeiten, wenn wir hochschauen und einen Tick sauberer und cooler spielen, vielleicht noch mal die bessere Entscheidung treffen. Das hat uns so ein bisschen gefehlt. Wir hatten mehr Kontrolle, aber diese Kontrolle muss man auch so nutzen, dass es torgefährlich wird", legte er den Finger in die Wunde.
"Wir müssen die kleine Enttäuschung ummünzen in Energie und es dann nächste Woche gegen Hertha besser machen."
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Exklusive News rund um die SGD
- Spielberichte, Transfers & Hintergrundinfos
- Jederzeit abbestellbar
Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

