Freude auf zusätzliche Belastung: HCE-Profi Stavast mit positivem Stress
Dresden - Am Freitagabend beim Sieg gegen Emsdetten war er einer der herausragenden Akteure auf dem Feld: neun Tore, fünf Assists. Ivar Stavast (28) hat richtig abgeliefert.
"Erstmal ist es super anstrengend, das Hin- und Herlaufen", beschrieb der Niederländer die Phase, in der er mit seinen Treffern und Pässen großen Anteil am vorentscheidenden Lauf hatte.
Aber: "Wir wissen, dass es viel bringt, wenn wir einfach Tempo machen."
Dass Stavast topfit ist und dieses Tempo gehen kann, hilft ihm auch die kommenden Tage. Statt sich wie der Großteil seiner Kollegen vom HC Elbflorenz auf ein spielfreies Wochenende zu freuen, wird es für den Nationalspieler tendenziell eher noch stressiger.
Aber wenn Stavast in dieser Saison eines gezeigt hat, dann, wie gut er mit Drucksituationen umgehen kann.
Ein Trost: Ediz Aktas (22) ist für die Türkei im Einsatz, Daniel Bláha (20) und Dominik Skopár (20) wurden vom tschechischen Verband eingeladen.
Deshalb freut sich Stavast auf die Zusatz-Termine
Als Belastung will Stavast die Nominierung für die Niederlande definitiv nicht verstanden wissen. "Es ist mit meinen Freunden, deswegen wird's gut", versicherte der Spielmacher. Und das meint er gleich in doppelter Hinsicht.
Zum einen, weil seine niederländischen Kollegen eben zu seinen engsten Freunden gehören. Nicht ohne Grund spricht er gerne von der Atmosphäre eines Klassentreffens. Zum anderen dachte er aber auch an die kommenden Gegner.
Am Donnerstag geht's in der EM-Quali zu Hause gegen Finnland (19.30 Uhr). "Und am Sonntag treffe ich Mindaugas Dumcius in Litauen", freut sich Stavast auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Mannschaftskollegen (Sonntag, 13.20 Uhr).
Dumcius (31) wechselte 2025 von Dresden nach Bregenz - und fühlt sich dort pudelwohl. Erst kürzlich verlängerte er bei den Österreichern bis 2030.
"Wir stehen uns auch auf dem Feld gegenüber", so Stavast: "Da gibt's mit Sicherheit auch den ein oder anderen Witz."
Titelfoto: IMAGO/GEPA pictures

