HC Elbflorenz legt vor Rekordkulisse im Aufstiegskampf vor

Dresden - Das Osterfest läuteten die Zweitliga-Handballer des HC Elbflorenz am Gründonnerstag nicht nur aufgrund des 32:27 (14:12)-Heimsieges gegen die Eulen Ludwigshafen äußerst erfolgreich ein. Zum fünften Mal in dieser Spielzeit waren alle 2704 Tickets in der BallsportARENA vergriffen - alleiniger Vereinsrekord.

Lauro Pichiri (21, l.) zeigte im ersten Abschnitt seine Wurfkraft.
Lauro Pichiri (21, l.) zeigte im ersten Abschnitt seine Wurfkraft.  © Lutz Hentschel

Auf der Platte hatten die Tiger eigentlich von Beginn an alles im Griff. Nur im Ergebnis sah man diese Überlegenheit nicht. Nach Ballgewinn von Jonas Thümmler (32) lief Doruk Pehlivan (27) allein den Gegenstoß - und warf die Chance zur ersten 2-Tore-Führung neben das Tor.

Besser machte es nach 19 Zeigerumdrehungen Lukas Wucherpfennig (30). Eine Rückraum-Rakete von Lauro Pichiri (21) landete nicht im Tor, sondern über Umwege beim hellwachen Rechtsaußen, der sich komplett frei nicht bitten ließ - 9:7.

Auf plus drei stellte Kreisläufer Oliver Seidler (27). Dass die Tiger sich kontinuierlich absetzten, das lag auch an Marino Mallwitz (29), der allein im ersten Abschnitt acht Bälle abwehrte.

Problem Kaderplanung? HCE-Keeper Mallwitz bewahrt Ruhe!
HC Elbflorenz Problem Kaderplanung? HCE-Keeper Mallwitz bewahrt Ruhe!

Sauer war der Schlussmann zur Pause trotzdem. Das lag zum einen daran, dass Sekunden vor Ablauf der 30 Minuten noch ein Ball hinter ihm einschlug. Aber auch daran, dass seine Jungs zuvor drei Angriffe ohne eigenes Tor beendeten: Fehlwurf und zweimal Technischer Fehler.

Die 14:12-Führung zur Halbzeit aus Dresdner Sicht klar zu wenig.

HC Elbflorenz macht es nur kurz so richtig spannend

Viktor Petersen Norberg (26) jubelte gegen die Eulen Ludwigshafen - nachdem er für die Vorentscheidung sorgte.
Viktor Petersen Norberg (26) jubelte gegen die Eulen Ludwigshafen - nachdem er für die Vorentscheidung sorgte.  © Lutz Hentschel

Der hauchzarte Vorsprung schmolz zunächst komplett, Ludwigshafen glich zum 15:15 aus. Erneut war es die Mischung aus Mallwitz-Paraden, ein wenig Glück - zweimal klatschte der Ball ans Elbflorenz-Gehäuse - und der nötigen Konsequenz im eigenen Angriff zog der HCE wieder davon.

Immer wieder bekam Pehlivan die Verantwortung. Mit am Ende 9 Treffern zahlte er das Vertrauen mindestens zurück.

Die Vorentscheidung besorgte Viktor Petersen Norberg (26). Nach Ballgewinn in Überzahl warf der Norweger aus der eigenen Hälfte ins verwaiste Tor der Rheinstädter - und stellte erstmals auf plus fünf aus Dresdner Sicht (24:19, 47.).

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Die Tiger können sich am Wochenende ganz entspannt auf die Ostereier-Suche konzentrieren.

Denn die zwei wichtigen Punkte im Aufstiegskampf haben sie bereits am Gründonnerstag gefunden.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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