HCE meldet sich mit Kantersieg zurück: Doch der Fokus liegt woanders

Hamm (Westfalen) - Wenn so etwas wie eine Reaktion nach den beiden Niederlagen überhaupt nötig war - dann war es genau diese: eine Reaktion. Und was für eine! Mit einem fulminanten 43:28-Auswärtssieg meldeten sich die Handballer des HC Elbflorenz beim ASV Hamm-Westfalen zurück. Und machten mit ihrem vierten Saisonsieg ihren Coach gleich mehrfach glücklich.

Nach zwei Niederlagen in Serie durften die Tiger endlich wieder jubeln.  © Mathias M. Lehmann

Nach dem Aus im Pokal gegen den HC Hamburg sprach André Haber (40) unter anderem über die verlorene Crunchtime - die erste der noch jungen Saison.

Gegen Leipzig reichte der Schlussspurt nicht mehr, um noch entscheidend ranzukommen. Bei allen Siegen zuvor dominierten die Dresdner so sehr, dass der Gegner in der Schlussphase längst abgehängt war.

Genau in diese Kategorie zählte der Auftritt in Hamm. Ganz zur Freude von Haber.

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"Ich traue uns zu, die nächste Crunchtime zu gewinnen", erklärte der Trainer schon vor dem Spiel gegen die Westfalen.

Und weiter: "Ich gewinne aber auch gerne deutliche Handballspiele. Am liebsten ist es mir, wir gewinnen. Und noch lieber, dass wir die Crunchtime vermeiden."

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HC Elbflorenz bleibt 60 Minuten auf dem Gaspedal

Julius Meyer-Siebert (26, r.) schenkte seinen ehemaligen Kollegen sechs Treffer ein.  © Mathias M. Lehmann

Dass sein Team ihm in dieser Hinsicht einen entspannten Abend und auch viele Nerven ersparte, machte Haber natürlich glücklich. Genauso positiv stimmte ihn aber auch das Wie.

"Wir haben das Tempo die ganze Zeit hochgehalten, obwohl wir schon zwei Spiele in der Woche hatten. Die Tempobereitschaft war wirklich klasse. Wir sind ständig auf dem Gaspedal geblieben. Und wir haben viel Input von der Bank bekommen, das war auch wichtig", so der Coach.

Wie stark der HCE da unterwegs ist, zeigt eine Statistik: 195 Tore haben die Dresdner nach fünf Spielen auf dem Konto - 39 Tore im Schnitt. Am Samstag gab's zum zweiten Mal mehr als 40 Treffer!

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Der Fokus liegt aber auf anderen Dingen, wie Ex-Hammer Julius Meyer-Siebert (26) nach dem Sieg erklärte: "Wir haben ein großes Ziel. Die Abwehr soll für uns ein Schlüssel zu diesem noch größeren Ziel Aufstieg sein."

Denn: "Bei all den vielen Toren, die wir werfen, dürfen wir das nicht vergessen, sondern müssen bis zum Schluss konsequent verteidigen."

Die 28 Gegentore in Hamm sind ein guter Schritt in diese Richtung.

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