Keine Aktion für Instagram: Dierberg macht's bei HCE-Sieg akrobatisch

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Dresden - Da werden sich nicht wenige der 1804 Zuschauer am Samstagnachmittag in der BallsportARENA verwundert die Augen gerieben haben, als Julius Dierberg (34) nach einem Pass von Marino Mallwitz (30) dieses akrobatische Kunststück auf die Platte zauberte und den Eulen Ludwigshafen beim 38:28-Heimsieg des HC Elbflorenz endgültig den Stecker zog.

Julius Dierberg (34) sorgte für das Highlight beim Heimsieg: Artistisch per Rückhandwurf traf er gegen die Eulen.
Julius Dierberg (34) sorgte für das Highlight beim Heimsieg: Artistisch per Rückhandwurf traf er gegen die Eulen.  © Lutz Hentschel

"Das war aus der Situation heraus. Einfach intuitiv. Jedes Mal sollte ich das vielleicht nicht machen, weil irgendwann kriege ich Ärger vom Trainer", gestand der Traumtorschütze nach dem siebten Sieg der Saison. "Solange sie reingehen, ist alles in Ordnung. Garantieren kann ich dafür aber nicht", schob der Linksaußen grinsend hinterher.

Nach einem Fehlwurf der Gäste schaltete Marino Mallwitz schnell. Wie ein Quarterback schickte er Dierberg auf die Reise. Mit seinem Abschluss hinter dem eigenen Rücken, ein sogenannter Rückhandwurf, inklusive einer Drehung im vollen Lauf, bewarb sich der Linksaußen für das Tor des Monats.

Sein Trainer André Haber (40) sagte dazu: "Erstmal: Wer trifft, hat immer recht."

Aus diesem Grund trat Haber beim Heimsieg gegen Hüttenberg auf die Bremse
HC Elbflorenz Aus diesem Grund trat Haber beim Heimsieg gegen Hüttenberg auf die Bremse

Und: "Ja, da war viel Akrobatik dabei." Viel wichtiger war dem Coach aber: "Ich weiß auch, dass Julius keiner ist, der übers Feld läuft, um eine Aktion für Instagram oder irgendwas zu machen. Julius ist einer, der will Tore werfen. Ich nehme ihm mal ab, dass der Ball so am besten zu verwerten war."

Julius Dierberg will nicht auf die anderen Teams gucken

Beim Kunststück von Julius Dierberg gab's auch von Coach André Haber (40) Applaus.
Beim Kunststück von Julius Dierberg gab's auch von Coach André Haber (40) Applaus.  © Lutz Hentschel

Dierbergs erster Blick ging in Richtung seines Coaches: "Ich bin auch froh, dass der Trainer gegrinst hat."

Dafür gab's zu diesem Zeitpunkt bereits allen Grund. 37 Minuten waren da rum, sein Tor markierte die 23:14-Führung - und damit auch die Vorentscheidung gegen die Eulen.

"Aktuell können nicht viele mit uns mithalten", erklärte Dierberg voller Demut: "Aber ich will nicht auf andere gucken. Solange wir unseren Job machen, können wir uns nichts vorwerfen. Und wenn es so läuft, dann haben wir genau unseren Job gemacht."

Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel

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