Dresden - "In der ersten Hälfte haben wir diese richtig gute Phase, wo wir auf 14:9 weggehen können. Und wir gehen mit Unentschieden in die Kabine", ärgerte sich André Haber (40) auf der Pressekonferenz nach dem Heimsieg gegen Emsdetten. Ansonsten lieferten seine Handballer vom HC Elbflorenz aber ab - und das nur positiv.
Aus einer Ein-Tor-Führung heraus setzte sich der HC Elbflorenz zwischenzeitlich auf 30:21 ab.
"In der zweiten Hälfte passiert es uns eben nicht noch mal, dass wir uns so den positiven Lauf vom Brot nehmen lassen. Dann ziehen wir es durch", lobte Haber seine Spieler.
Ob Paraden vom Torhüter-Duo Robin Cantegrel (31)/Marino Mallwitz (30), ein herausragender Ivar Stavast (28) als Regisseur, brutale Abschlüsse aus dem Rückraum von Timo Löser (27) oder vom Kreis durch Oliver Seidler (27) - es passte alles.
"Wenn so ein Boot richtig am Fahren ist und richtig schnell geworden ist, dann muss sich die Mannschaft einfach gut festhalten", zog Haber schon vor dem Emsdetten-Spiel den Vergleich.
HC Elbflorenz muss Form über die Länderspielpause konservieren
Und: "Man braucht gar nicht noch zehn Schritte nach vorn zu machen, sondern wir müssen so bleiben, wie wir gerade sind. Also so gierig, so hungrig, so mannschaftlich geschlossen, so ehrgeizig, so trainingsfleißig."
Haber: "Ich glaube, wenn wir dabei bleiben, wenn wir die Fahrgeschwindigkeit halten und uns da gut festkrallen in unserem Flow, dann haben wir eine gute Chance."
"Man hat gerade das Gefühl, dass die richtigen Leute am richtigen Platz sind. Und dass hier etwas zusammengewachsen ist", betonte Haber. Und: "Das macht sehr, sehr viel Spaß, Woche für Woche."
Sportlich gab es auch im sechsten Ligaspiel in Serie nichts, was die Dresdner bremsen konnte. Neun Siege in zehn Spielen sind eine Ansage. Und genau deswegen kommt die Länderspielpause jetzt eigentlich zur Unzeit. "Ich hoffe, dass wir an die Leistungen anknüpfen können", so der Coach.
Weiter geht's für ihn und seine Tiger am 14. November mit dem Derby in Dessau.