Bitteres Quali-Aus statt Medaille für EM-Hoffnung Richter! "Richtig beschissen für mich"
Birmingham (Großbritannien) - Das hatte sich Steven Richter (23) ganz anders vorgestellt. Als Medaillenkandidat ging der Diskuswerfer des LV 90 Erzgebirge bei der Leichtathletik-EM im englischen Birmingham an den Start. Der Traum platzte aber schon in der Qualifikation.
"Es war richtig beschissen für mich. Ich habe versucht, es sehr locker anzugehen und der erste war auch ein guter Einstieg eigentlich. Aber ich habe es dann nicht geschafft, die Kombination zwischen Lockerheit und dann an der richtigen Stelle Gas geben zu schaffen. Und dann sind es halt zwei verschissene Versuche und dann ist es halt blöd gelaufen", sagte der 23-Jährige nach seinen drei Quali-Würfen am ZDF-Mikro.
Sein Diskus landete nach dem ersten Versuch bei 62,02 Metern, weiter ging es mit noch zwei ungültigen Würfen für den gebürtigen Gelenauer nicht mehr. Die selbst angepeilten 67 Meter verfehlte er damit deutlich.
Schon zu diesem Zeitpunkt und vor dem Start der zweiten Gruppe auf Platz sieben liegend, schätzte er seine Chancen auf das Finale gering ein: "Ja, eher schwierig. Also es muss schon ein kleines Wunder geschehen, dass das reicht. Also mal gucken."
Steven Richter fehlten nur 17 Zentimeter für das EM-Finale
Das Wunder blieb aber aus, die letzte Hoffnung schwand 13.28 Uhr, als der Grieche Dimitrios Pavlidis (22) seinen Diskus auf 63,14 Meter schleuderte und den Deutschen vom zwölften und damit letzten Qualifikationsrang verdrängte.
Besonders bitter aus Sicht von Richter: Weiter nach hinten ging es für das Kraftpaket nicht mehr. Als 13. der Vorentscheidung fehlten ihm letztlich nur 17 Zentimeter für das Finale.
Beim Medaillenkampf steigt am Mittwochabend dann mit dem Magdeburger Henrik Janssen (28, 64,56 Meter) nur ein Deutscher in den Ring. Als Drittbester der Qualifikation könnte hinter den beiden Besten Mykolas Alekna (23, Litauen/67,74 Meter) und Kristjan Čeh (27, Slowenien/67,52 Meter) etwas für den 28-Jährigen gehen.
Titelfoto: dpa/Sven Hoppe