Birmingham (Großbritannien) - Erst die Hochzeit, dann die nächste Medaille! Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry hat ihrem Traumjahr das nächste Highlight hinzugefügt.
Die 27-Jährige gewann in Birmingham mit 19,50 Meter wie vor zwei Jahren EM-Bronze und bescherte dem deutschen Team damit einen Start nach Maß.
Während ihr Ehemann Tyler auf der Tribüne mitfieberte, musste sich Mabry im Alexander Stadium nur der alten und neuen Europameisterin Jessica Schilder (27) aus den Niederlanden (20,73 Meter) und deren 26 Jahre alter Landsfrau Jorinde van Klinken (19,64 Meter) letztlich geschlagen geben.
Schilder holte mit der größten EM-Weite seit 28 Jahren zum dritten Mal in Folge kontinentales Gold.
Schon in der Qualifikation am Morgen hatte Mabry mit einem Stoß auf 19,25 Meter ihre Ambitionen unterstrichen und war als Beste in den Showdown um die Medaillen eingezogen.
Yemisi Mabry privat und sportlich auf Erfolgskurs
"Wie weit es im Finale geht? Lassen wir uns überraschen", hatte die Mannheimerin gesagt. Dann reichte es für Mabry zwar nicht mehr zum Titel, für den sie persönliche Bestleistung hätte stoßen müssen, aber zur nächsten Medaille.
Auch privat erlebte Mabry in diesem Jahr bereits einen sicherlich ganz besonderen Moment.
Im März heiratete die gläubige Christin den früheren Football-Profi Tyler Mabry (29) und nahm anschließend dessen Nachnamen an. Die Hochzeit machte sie mit Bildern in den sozialen Medien öffentlich, bei der EM trat die Kugelstoßerin bei einem Großereignis erstmals als Yemisi Mabry an.
Olympia-Gold hatte sie vor zwei Jahren noch unter ihrem Mädchennamen Ogunleye gewonnen, mit EM-Bronze in Großbritannien holte Mabry bereits ihre dritte Medaille bei einer großen internationalen Freiluft-Meisterschaft: Auf dem Weg zu ihrem Coup von Paris war sie bei der EM in Rom ebenfalls Dritte geworden.