Paul-Verletzung heftiger als gedacht! So schwer hat es den Dresdner Rennfahrer erwischt
Nürnberg - Der heftige Unfall von Maximilian Paul (26) überschattete das Rennwochenende auf dem Norisring. Dabei soll es den Dresdner noch schlimmer erwischt haben als zunächst vermutet.
In Meldungen vom Sonntag war "lediglich" von einem Unterschenkelbruch die Rede, den sich der 26-Jährige beim harten Zusammenprall mit dem Boliden von Kelvin van der Linde (30) bei knapp 250 km/h zugezogen haben soll.
Nach Informationen vom Motorsport Magazin hat sich Paul beim Crash, der für ihn im Reifenstapel endete, zusätzlich einen Lendenwirbel gebrochen.
Aber: Sicherheitsbedenken auf dem Stadtkurs, der nicht zum ersten Mal Schauplatz einer Horror-Kollision wurde, räumte ADAC-Motorsportchef Thomas Voss umgehend aus.
Es sei eine "Verkettung unglücklicher Umstände" gewesen, so Voss. "Was es für mich auf keinen Fall war, ist die Strecke. Ich möchte überhaupt keine Diskussion über den Norisring führen, keine Sicherheitsdiskussion oder Ähnliches", meinte der DTM-Boss im Magazin.
Nach dem Zwischenfall 2017, bei dem sich Mike Rockenfeller (42) seinen Mittelfuß brach und dem Karambolage-Rennen 2022, als nur elf der 27 gestarteten Fahrzeuge das Ziel erreichten, ist der Crash vom Wochenende der negative Gipfel in der jüngeren Vergangenheit.
"Den Umständen entsprechend" gehe es Paul gut, berichtete sein GRT-Teamchef Gottfried Grasser nach der OP am Sonntag. Vor allem die große Anteilnahme der eigentlichen Konkurrenz rührte das Team.
"Nach Max’ Unfall waren wir überwältigt von der Freundlichkeit und Unterstützung, die uns im gesamten Fahrerlager entgegengebracht wurde. Diese Gesten bedeuten uns mehr, als Worte ausdrücken können", hieß es in einem Instagram-Post von "grasserracingteam".
Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/HochZwei, IMAGO/Gruppe C Photography
